Der 1. FC Köln hat gegen den SV Werder Bremen die dritte Niederlage in Folge gerade noch so abgewendet. Darum war der Punkt beim 1:1-Unentschieden so wichtig.
Schon nach der 3:4-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt hatten die Verantwortlichen des 1. FC Köln davon gesprochen, dass man als Aufsteiger durchaus auch mal drei Spiele in Folge verlieren dürfe. Zum dritten Mal in dieser Saison haben die Geißböcke am Samstagnachmittag in Bremen jedoch das Pleiten-Tripple verhindert.
Schon nach den verlorenen Partien gegen RB Leipzig und den VfB Stuttgart hatte sich der FC mit einem 1:0-Sieg über die TSG Hoffenheim vor der dritten Niederlage in Folge bewahrt. Im weiteren Verlauf der Hinserie hätte es nach dem 0:1 bei Borussia Dortmund und der anschließenden Pokal-Niederlage gegen den FC Bayern soweit sein können. Doch der klare 4:1-Sieg über den Hamburger SV sorgte für den erneuten Turnaround beim FC.
FC Punkte-mäßig wie 2021/22 unterwegs
Gegen den SV Weder Bremen sah es nun tatsächlich bis in die Nachspielzeit nach der dritten Niederlage in Folge aus. Doch Said El Mala hatte mit seinem Treffer in der 92. Minute etwas dagegen. So wendete der FC die Pleite doch noch ab und stellte nach zwölf Spieltagen auf 15 Punkte. In der ersten Saison unter Steffen Baumgart, die 2021/22 bis in die Conference League führte, hatte der FC nach derselben Anzahl an Spielen ebenfalls 15 Punkte auf dem Konto.
Beim FC geht der Blick aber nach wie vor in die unteren Tabellenregionen. Durch den Sieg von Heidenheim war das Remis umso bedeutender. Auf die beiden inzwischen letztplatzierten Mainz und St. Pauli konnte der FC damit sogar einen Punkt gutmachen. „Moralisch war das ein unheimlich wichtiger Punkt für uns nach zwei Niederlagen, um jetzt mit einer guten mentalen Verfassung in die nächste Woche zu gehen für das so wichtige Spiel gegen St. Pauli“, sagte auch FC-Trainer Lukas Kwasniok nach dem Spiel.
Kein anderer trifft in der Nachspielzeit häufiger
Doch der späte Ausgleichstreffer hatte noch einen weiteren positiven Effekt. Denn einmal mehr haben die FC-Profis gezeigt, dass sie bis zum Schluss an sich glauben. Angefangen beim Pokalspiel in Regensburg, über den ersten Spieltag in Mainz und dem 3:3 beim VfL Wolfsburg: Die Kölner sind immer in der Lage, auch kurz vor Schluss nochmal gefährlich zu werden. Auch wenn die Aufholjagd am Ende nicht belohnt wurde, traf der FC gegen Frankfurt ebenfalls nach Anbruch der Schlussphase doppelt.
„Hut ab vor der Mannschaft. Die Mentalität ist echt Wahnsinn“, lobte Kwasniok. Für den FC war das 1:1 gegen Bremen bereits das siebte Tor (von 21) in der Nachspielzeit – keine andere Mannschaft hat nach Ende der regulären Spielzeit häufiger getroffen. Vier weitere Treffer erzielten die Kölner zwischen der 76. und 90. Minute. Sicherlich hätte niemand in Köln etwas dagegen, wenn die FC-Profis die Spiele schon vor der absoluten Crunchtime auf ihre Seite ziehen könnten. Doch solange am Ende trotzdem Zählbares dabei rauskommt, dürfte man am Geißbockheim auch mit den späten Mentalitäts-Toren zufrieden sein.





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