Der 1. FC Köln muss in dieser Woche nach Lösungen für die Abwehr-Not suchen. In Bremen tut sich überraschend ein Rechtsverteidiger als Option hervor.
Lukas Kwasniok kann einem leid tun. Seit Wochen muss der Cheftrainer des 1. FC Köln immer wieder seine Mannschaft umbauen. Der Grund: ständige Verletzte. Erst Marius Bülter und Jan Thielmann in der Offensive, dann Joel Schmied und nun Dominique Heintz in der Abwehr. Hinten wird es personell nun richtig dünn. Was tun?
Nach dem 1:1 gegen Werder Bremen gab sich der 44-Jährige optimistisch. „Für mich ist wichtig, dass wir auch darauf wieder Lösungen gefunden haben. Das gehört um Fußball dazu, dass jetzt gefühlt alle Innenverteidiger ausfallen“, sagte Kwasniok. „Das ist wie verhext, aber ich fand die Kombination mit van den Berg und Sebulonsen sehr gut.“
Lob für Not-Abwehr in Bremen
In Bremen musste Kwasniok in der zweiten Hälfte experimentieren, nachdem sich in Hälfte eins bereits Heintz verletzt hatte und so Rav van den Berg zu seinem vorgezogen Comeback gekommen war. Weil jedoch Cenk Özkacar einen schwarzen Tag erwischt hatte, baute Kwasniok Mitte der zweiten Halbzeit noch einmal um, stellte auf eine Viererkette mit Jan Thielmann, Sebastian Sebulonsen, Rav van den Berg und Kristoffer Lund um.
Thielmann übernahm einen aktiven Part rechts, Lund den ebenso offensiven Teil links. Letzterer schockte zunächst seine Mitspieler mit einem kolossalen Fehlpass, ehe er ins Spiel fand und hinten raus wieder an den Lund erinnerte, der zu Saisonbeginn einen überaus soliden und stabilen Part in der Bundesliga gespielt hatte. „Er war trotz seines Fehlpasses voll da“, lobte Kwasniok.
Martel naheliegend – oder doch Sebulonsen?
Doch was passiert hinten im Zentrum? Neben der Frage nach der Dreier- oder Viererkette muss Kwasniok überlegen, wer ihm überhaupt noch zur Verfügung steht. Da wären van den Berg und Özkacar als einzig gelernte Innenverteidiger, Sebulonsen als rechter Innenverteidiger in einer Dreier- oder Viererkette sowie Lund als linker Innenverteidiger in einer Dreierkette. Und natürlich noch Eric Martel, der zurückrücken und auf der Sechs von Tom Krauß ersetzt werden könnte.
Noch läuft Kwasnioks Defensive also noch nicht auf der letzten Rille. Viel darf aber nicht mehr passieren. Immerhin: Das Lob des FC-Trainers für Sebulonsen könnte ein Hinweis darauf sein, dass der Norweger ein durchaus ernsthafter Kandidat ist. Auch wenn er seine bislang besten Spiele für den FC als rechter Schienenspieler absolviert hat.








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