Nur eine Alternative bleibt: Kader-Debüt gegen St. Pauli?

Innenverteidiger Yannick Mausehund trainiert mit den FC-Profis. (Foto: Bucco)
Innenverteidiger Yannick Mausehund trainiert mit den FC-Profis. (Foto: Bucco)

Kommt es beim Heimspiel des 1. FC Köln gegen den FC St. Pauli zu einem Kader-Debüt? Will Lukas Kwasniok nach der Verletzung von Dominique Heintz eine Alternative für die Innenverteidigung nominieren, wäre ein Youngster erstmals dabei.

Eigentlich sollte die Sache klar sein: Ein Profi hat sich verletzt, einer steht wieder zur Verfügung – so würde sich der Spieltagskader für Lukas Kwasniok erneut von alleine ergeben. Ragnar Ache, der dem 1. FC Köln beim 1:1 in Bremen aufgrund einer Gehirnerschütterung fehlte, ist wieder fit. Dominique Heintz wiederum zog sich an der Weser einen leichten Muskelfaserriss zu und fällt aus.

Ersetzt Kwasniok am Samstagnachmittag, wenn der FC St. Pauli in Müngersdorf gastiert, Heintz nun mit Ache, stehen wie gegen Werder alle fitten Profis im 20er-Aufgebot. Denn mehr als 18 fitte Feldspieler bieten sich dem FC-Trainer aktuell nicht.

Reichen Kwasniok zwei gelernte Innenverteidiger?

In diesem Fall würden jedoch nur zwei nominelle Innenverteidiger zum Kader gehören: Rav van den Berg und Cenk Özkacar. Denn neben Heintz fallen bekanntlich auch Joel Schmied, Timo Hübers und Luca Kilian aus.

Reicht es Kwasniok nicht, auf Allrounder wie Eric Martel, Sebastian Sebulonsen, Kristoffer Lund oder Tom Krauß als zusätzliche Alternativen zurückzugreifen, könnte es zu einem Kader-Debüt kommen. Denn die erste und wohl einzige Option als zusätzlicher Innenverteidiger wäre mit Yannick Mausehund ein Youngster aus der U21, der bislang noch nicht im Aufgebot stand.

Durch den personellen Engpass in der Abwehr trainiert Mausehund inzwischen seit Wochen mit den FC-Profis, sammelt seine Spielpraxis aber in der Regionalliga West. Der im vergangenen Winter von Hertha BSC verpflichtete 19-Jährige zählt bei der U21 zum Stammpersonal, stand neunmal in Folge in der Startelf von Evangelos Sbonias.

Lob nach erstem Testspiel-Auftritt

Kwasniok findet durchaus Gefallen an dem 1,91-Meter-Hünen, lobte beispielsweise im Oktober trotz der beiden Niederlagen beim Test-Turnier gegen Viktoria und Fortuna Köln: „Yannick ist es nicht gewohnt, in der Dreierkette zu spielen, bringt aber schon sehr viele Dinge mit.“ Damals war Mausehund erstmals für die FC-Profis aufgelaufen.

Ob er nun auch erstmals in den Bundesliga-Kader rückt, hängt wohl von Kwasnioks Systemwahl gegen St. Pauli ab – und der Frage, welche Positionen seine flexiblen Profis, die in der Innenverteidigung aushelfen könnten, einnehmen sollen. Doch so gut wie aktuell standen Mausehunds Chancen wohl noch nie.

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