Keine Kader-Änderung: Darum brauchen die Youngsters beim FC Geduld

Yannick Mausehund im Profi-Training. (Foto: Bucco)
Yannick Mausehund im Profi-Training. (Foto: Bucco)

Yannick Mausehund ist trotz der Verletzten-Misere des 1. FC Köln in der Innenverteidigung keine Option für den Spieltags-Kader der Geißböcke. Das gilt auch für Cenny Neumann.

Vier von sechs Innenverteidiger fehlen dem 1. FC Köln aktuell. Eine solche Verletzten-Misere kann schnell mal dazu führen, dass aus dem Nachwuchs ein Youngster ins kalte Wasser geworfen wird. Nicht jedoch unter Lukas Kwasniok. Obwohl Yannick Mausehund seit Wochen mit den Profis trainiert, wird er am Samstag gegen den FC St. Pauli erneut nicht im Spieltags-Kader stehen.

„Nö“, sagte Kwasniok vor der Partie kurz und knapp auf die Frage, ob der 19-Jährige nach dem Ausfall von Dominique Heintz nun eine Option für das Aufgebot gegen Pauli sei. Die Erklärung folgte auf dem Fuß: „Wir können das intern auffangen, auch wenn ich mir darüber im Klaren bin, dass Sebulonsen oder Lund oder Martel keine klassischen Innenverteidiger sind.“

Mausehund wäre nur eine Not-Option

Mit dem FC in der 2. Liga hätte Kwasniok dies wahrscheinlich noch bei Mausehund gewagt. Das Risiko, den 19-Jährigen in der Bundesliga jedoch zu schnell zu verbrennen und dabei gleichzeitig wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt zu gefährden, ist dem FC-Trainer dann doch zu groß. Zudem wäre Mausehund ohnehin nur eine Option von der Bank im Notfall.

„Spieler müssen sich entwickeln, und das bedeutet, dass sie spielen müssen. Da ist es für den jungen Mann wichtiger, in der U21 zu spielen statt bei uns fünf Minuten sein Debüt zu feiern“, sagte Kwasniok. Zur Erinnerung: In der vergangenen Zweitliga-Saison hatte der FC noch zahlreiche Talente für ein paar Minuten ins Spiel geworfen, um ihnen das Debüt zu ermöglichen. In der Bundesliga ist das anders.

Auf dem Weg ihrer Entwicklung hilft die Spielzeit in der Regionalliga mehr als der dauerhafte Stammplatz auf der Bank bei den Profis

Lukas Kwasniok

So wird sich der Kader der Geißböcke am Samstag gegen St. Pauli nur auf einer Position verändern: Heintz fehlt, dafür rückt der wiedergenesene Ragnar Ache ins Aufgebot. Weitere Änderungen sind nicht geplant. „Die U21 ist nach dieser Woche fertig, dann verändert sich die Situation“, sagte Kwasniok mit Blick auf das letzte Pflichtspiel des Jahres gegen den 1. FC Bocholt. Nächste Woche könnte Mausehund also zur Option werden.

Doch bis dahin gilt Spielpraxis vor Spieltags-Erfahrung. „Wir lassen ihn länger bei uns mittrainieren und bei der U21 spielen. Daran hat sich nichts geändert. Das machen wir mit Cenny genauso, der einen guten Eindruck hinterlassen hat.“ Cenny Neumann kann defensiv wie auch im Mittelfeld die rechte Seite bespielen und trainiert seit Anfang der vergangenen Woche mit den FC-Profis mit. Doch auch der 18-Jährige wird sich gedulden müssen. „Auf dem Weg ihrer Entwicklung“, so Kwasniok, „hilft die Spielzeit in der Regionalliga mehr als der dauerhafte Stammplatz auf der Bank bei den Profis.“

Der Kader im Überblick

Tor: Marvin Schwäbe, Ron-Robert Zieler

Abwehr: Sebastian Sebulonsen, Jusuf Gazibegovic – Cenk Özkacar, Rav van den Berg – Kristoffer Lund, Alessio Castro-Montes

Mittelfeld: Denis Huseinbasic, Isak Johannesson, Florian Kainz, Tom Krauß, Eric Martel – Said El Mala, Jakub Kaminski, Linton Maina, Jan Thielmann

Sturm: Ragnar Ache, Marius Bülter, Luca Waldschmidt

Verletzt/Krank/Aufbautraining: Dominique Heintz, Timo Hübers, Luca Kilian, Youssoupha Niang, Joel Schmied

Nicht berücksichtigt: Matthias Köbbing

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