Die Platzierung ist nach wie vor in Ordnung, der Trend allerdings besorgniserregend: Nach nur zwei Punkten aus sechs Spielen ist der 1. FC Köln trotz seines glänzenden Saisonstarts im Abstiegskampf angekommen. Die Verantwortlichen stärken Lukas Kwasniok den Rücken.
Im Sommer dürfte es nur wenige Anhänger des 1. FC Köln gegeben haben, die einen elften Rang zur Winterpause nicht unterschrieben hätten. Die Platzierung ist für einen Aufsteiger fraglos respektabel, die fünf Punkte Abstand auf die direkten Abstiegsränge hätte man sich in so mancher Saison der jüngeren Vergangenheit gewünscht. Und dennoch kriselt es pünktlich zum Fest am Geißbockheim.
Während die Stimmung im RheinEnergieStadion nach dem 0:1 gegen Union Berlin, dem sechsten sieglosen Spiel in Serie, nicht kippte und bei Abpfiff nur ganz vereinzelt Pfiffe zu erahnen waren, nimmt die Kritik in den sozialen Medien und Foren unübersehbar zu. Insbesondere an Trainer Lukas Kwasniok, der seit Wochen gegen dieselben Themen anarbeitet – sei es die Schwäche bei Standards oder die fehlende Balance im Spiel.
Verantwortliche zweifeln nicht
Der Beginn einer Trainerdiskussion? Intern ist diese keineswegs zu vernehmen. Sportdirektor Thomas Kessler sagte jüngst im Doppelpass: „Wir sind sehr froh, dass wir das Trainerteam so zusammenstellen konnten und sind mit der grundsätzlichen Entwicklung zufrieden.“ Das war nach fünf sieglosen Partien, also vor der Niederlage gegen Union Berlin.
Nun wiederum gibt es Rückendeckung von Vize-Präsident Jörg Alvermann, der am Montagabend bei einer Live-Episode des Podcasts Dreierkette Köln versicherte: „Vom Scheitern eines Trainers sind wir Lichtjahre entfernt.“ Auch sein Vorstandskollege Ulf Sobek, im neuen Präsidium für die sportliche Expertise zuständig, stehe genau wie Kessler voll hinter Kwasniok.
Formschwächste Mannschaft der Liga
Laut Alvermann handele es sich lediglich um eine Ergebniskrise. Die hat der FC mit nur zwei Punkten aus den letzten sechs Spielen (Platz 18 im Liga-Vergleich) definitiv. Wobei der Punkteschnitt schon nach dem Traumstart mit sieben Zählern aus den ersten drei Partien rapide abnahm. Noch neun weitere Punkte folgten in zwölf Begegnungen (Platz 16 im Liga-Vergleich).
Die Verantwortlichen glauben an die Wende nach dem Jahreswechsel – und an Kwasniok. „Er ist authentisch und klar. Er scheint mir extrem beliebt in der Mannschaft“, sagte Alvermann. Eine Überforderung der Spieler sehe er nicht. Der FC-Vize plädierte wie schon alle anderen Verantwortlichen am Samstag: „Wir müssen immer realistisch bleiben. Wir sind Aufsteiger, dafür stehen wir auf Platz elf gut da.“ Der Umschwung soll gelingen, bevor der FC in die ganz bedrohliche Zone rutscht.








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