Der 1. FC Köln sendet mit dem Umbau der Geschäftsführung ein wichtiges Signal. Jetzt müssen alle Verantwortlichen diese „historische Chance“ beim Schopf packen.
Ein Kommentar von Marc L. Merten
Präsident Jörn Stobbe nannte es bei der Verkündung eine „historische Chance“ für den 1. FC Köln. Die Verlängerung mit Philipp Türoff und die Beförderung von Thomas Kessler sind genau das. Der FC hat nun alle Bosse – Vorstand und Geschäftsführung – mindestens bis 2028 gebunden, dazu Gremien, die an einem Strang ziehen. Diese Konstellation gab es seit beim FC seit über einem Jahrzehnt nicht mehr.
In den letzten Jahren gab es immer irgendwelche Figuren, die nicht zusammenarbeiten wollten, die sich wichtiger nahmen als den FC, die ihre Kleinkriege auf dem Rücken des Clubs austrugen. Jetzt scheint der FC erstmals seit einer sehr langen Zeit wieder geschlossen hinter dem Ziel vereint, den Traditionsverein wieder nach vorne zu führen.
Fundament für eine bessere FC-Zukunft
Philipp Türoff und Thomas Kessler sprachen in ihren Statements nach der Verlängerung beide von „Ambitionen“. Diese seien in den gemeinsamen Gesprächen deutlich geworden. Keine Luftschlösser, aber der Anspruch, aus dem jahrelang zerstrittenen und erfolglosen Club wieder eine Einheit zu formen, die sich dem Erfolg verschreibt. Genau das braucht es jetzt auch.
Nach Corona, nach der Sanierung, nach der Transfersperre, nach dem Umbruch in der Führungsetage, nach dem Beginn des Kader-Umbruchs bei den Profis, nach den jahrelang erfolglosen Bemühungen bei den FC-Frauen und nachdem der FC-Nachwuchs lange das einzig sportlich Positive war: Jetzt scheint es möglich, das Fundament für eine bessere FC-Zukunft zu legen. Und genau dafür braucht es einen Vorstand und eine Geschäftsführung, die vertrauensvoll zusammenarbeiten.
FC-Bosse müssen sich an das Besprochene halten
Der Zeitpunkt für die Entscheidung könnte zudem kaum besser sein. Nach dem Wirbel um Lukas Kwasniok, nach der Sieglos-Serie, nachdem ersten Dreier seit zwei Monaten und vor dem Showdown auf dem Transfermarkt Ende Januar: Beim FC herrscht jetzt unmissverständlich Klarheit, wer das Sagen hat. Türoff hat in der Geschäftsführung den Hut auf, ohne ihn geht nichts. Kessler wiederum muss sich nun keine Frage mehr gefallen lassen, ob nicht eventuell doch noch ein Sport-Geschäftsführer von außen kommt.
So sind beim FC jetzt alle Kompetenzen, alle Zuständigkeiten, alle Verantwortlichkeiten klar verteilt. Und der Vorstand hat öffentlich auch klar gemacht: Es wird diskutiert, aber nicht reingeredet. Jetzt müssen sich alle Beteiligten nur noch an das Besprochene halten. Wenn das gelingt, kann es tatsächlich zu dieser historischen Chance kommen. Dann kann dem FC tatsächlich eine bessere Zukunft bevorstehen.








Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!