Mikolaj Marutzki ist bei der U19 des 1. FC Köln der sichere Rückhalt im Tor. Der Meister-Keeper geht nun sogar bereits seine ersten Schritte im Herrenfußball, ist im Trainingslager in Spanien dabei – und verdrängt damit ein anderes Talent.
Im Rückspiel gegen den FC Midtjylland hielt Mikolaj Marutzki den A-Junioren des 1. FC Köln im ersten Durchgang gleich zweimal die Null fest. Per Fußabwehr parierte der Torhüter gegen die anstürmenden Dänen Malik Pimpong sowie Julius Emefile und bewahrte den FC somit vor dem Ausgleich.
Der Torhüter ist jedoch nicht nur in der Youth League, sondern auch in der Meisterschaft der sichere Rückhalt in der Mannschaft von Trainer Stefan Ruthenbeck. Schon in der vergangenen Saison eroberte sich der 18-Jährige als jüngerer Jahrgang im Laufe der Saison den Status der Nummer eins von Luis Hauer. Hatte der ein halbes Jahr ältere Hauer in der Meister-Saison noch die Vorrunde bestritten, stand Marutzki schließlich in den meisten Spielen der Hauptrunde sowie den K.o.-Spielen bis zum furiosen Finale gegen Bayer Leverkusen im Tor.
Elfmeter-Held im Halbfinale gegen Bremen
Speziell im Halbfinale gegen Werder Bremen war der Keeper dabei ein Garant für den Kölner Sieg. Im Elfmeterschießen hielt Marutzki gleich drei Elfmeter der Bremer und wurde damit zum gefeierten Helden. Und auch in dieser Saison weiß der Meister-Torhüter zu überzeugen. In elf U19-Spielen kassierte Marutzki nur acht Gegentore und behielt in vier Spielen eine weiße Weste.
Beim 1. FC Köln traut man dem 1,89 Meter großen Torhüter für die Zukunft einiges zu. Und so überraschte es nicht, dass Marutzki im Laufe der Hinrunde auch bereits sein Debüt in der Regionalliga West feierte. Der Schlussmann sollte dabei erste Spielpraxis im Herrenfußball sammeln. Bitter jedoch: Gleich in seinem ersten U21-Spiel kassierte Marutzki schon in der achten Minute gegen Fortuna Düsseldorf eine Rote Karte.
Marutzki verdrängt Hauer erneut auf die Bank
Der Deutsch-Pole ließ sich davon jedoch nicht verunsichern und zeigte zuletzt vor Weihnachten gegen Schalke II und den 1. FC Bocholt stabile Leistungen. Dabei hat Marutzki zwischenzeitlich Hauer erneut auf die Bank verdrängt, der seit diesem Sommer eigentlich die Nummer eins bei der U21 ist. Nach GEISSBLOG-Informationen traut man Marutzki dabei perspektivisch eher den Sprung zu den Profis zu als dem gebürtigen Leverkusener, der in seinem ersten Regionalliga-Jahr in 15 Spielen 30-mal hinter sich greifen musste.
Miko hat eine richtig gute Entwicklung hingelegt. Es ist keine Entscheidung gegen Luis Hauer, sondern für Mikolaj Marutzki.
Evangelos Sbonias
„Miko hat eine richtig gute Entwicklung hingelegt. Es ist keine Entscheidung gegen Luis Hauer, sondern für Mikolaj Marutzki“, sagte U21-Trainer Evangelos Sbonias gegenüber dem GEISSBLOG. Hauer sei dabei „ein Top-Torhüter, aber ich habe als U21-Trainer in Absprache mit Ruthe die Verantwortung, einem Jungen wie Miko diesen Schritt zu ermöglichen“. Nach seinen starken Leistungen in der U19 habe sich Marutzki die Beförderung zur U21 verdient. „Dann hat er bei uns ein sehr unglückliches Debüt in Düsseldorf mit einer Roten Karte nach sieben Minuten hingelegt. Aber er ist danach stabil geblieben, hat einfach weiter abgeliefert. Das wollten wir belohnen, und er hat es super gemacht“, erklärte Sbonias.
Eine weitere Belohnung: Am Freitagmorgen reiste Marutzki, der seit dem vergangenen Sommer genau wie Hauer auch immer wieder Teil des Profi-Torhüter-Quartettes ist, mit dem Bundesliga-Team von Lukas Kwasniok ins Winter-Trainingslager nach La Nucia (2. bis 9. Januar). Der Vertrag des Torhüters läuft derweil Stand jetzt Ende der Saison aus, während Hauer noch bis 2027 an den FC gebunden ist. Derzeit scheint der Meister- und neue Europa-Held jedoch die Nase im internen Torhüter-Talente-Ranking vorne zu haben.







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