FC-Frauen ackern für Auftakt: Hier sieht Carlson „größtes Potenzial“

FC-Trainerin Britta Carlson. (Foto: GEISSBLOG)
FC-Trainerin Britta Carlson. (Foto: GEISSBLOG)

Die Frauen des 1. FC Köln wappnen sich für den Jahresauftakt gegen den SC Freiburg. Vor allem eine Baustelle hat FC-Trainerin Britta Carlson für die Vorbereitung ausgemacht.

Neues Jahr, neues Glück! Wobei: Eigentlich ist die erste Saisonhälfte für die Frauen des 1. FC Köln ja schon mehr als ordentlich verlaufen. Bereits 21 Punkte stehen in der Bundesliga nach 14 absolvierten Partien zu Buche. Das hätten im Vorfeld wohl alle beim FC unterschrieben.

Bemerkenswert ist auch: Schon mit einem Remis zum Jahresauftakt am 24. Januar (12 Uhr) gegen den SC Freiburg wäre der Punkte-Rekord aus der Erstliga-Saison 2021/22 eingestellt. Mit einem Heim-Dreier würde Trainerin Britta Carlson und ihr Team sogar eine neue Bestmarke in der Bundesliga-Geschichte des Clubs setzen.

Pokal-Aus des 1. FC Köln trübt das Bild

Einzig das Aus im DFB-Pokal beim Zweitliga-Spitzenteam Sand trübt das Bild natürlich ein wenig. Der Traum vom ersten Final-Auftritt im Rhein-Energie-Stadion muss auch in dieser Saison begraben werden. 2:3 hieß es im November im Achtelfinal-Duell. Es war ein herber Dämpfer, keine Frage.

Wichtig ist natürlich aber vor allem das Tagesgeschäft Bundesliga. Und dort scheint die vergangene Spielzeit vergessen, in der die Kölnerinnen lange tief im Abstiegsstrudel gesteckt und letztlich mit 14 Zählern noch irgendwie den Klassenerhalt geschafft hatten. Carlson hat den FC von einem Kellerkind zu einem ambitionierten Bundesliga-Team geformt, Köln überwinterte jetzt als Tabellenachter mit nur fünf Punkten Rückstand auf Platz drei.

Jahresauftakt: FC-Frauen wollen Schippe draufpacken

Am vergangenen Samstag hatte Carlson ihre Truppe zum Trainingsauftakt auf den Platz gebeten, bei naturgemäß ungemütlichen Bedingungen und einsetzendem Schneefall. Doch es muss weiter geackert werden, denn die Ziele für die Restrunde sind klar: Der FC will im neuen Jahr noch mal eine Schippe draufpacken.

„Unser Fokus liegt in der Vorbereitung darauf, dass wir defensiv weiter stabil bleiben wollen und das weiter ausbauen“, berichtete Carlson. Nur zur Einordnung: Köln stellt mit 18 Gegentreffern die zweitbeste Abwehr der Liga, lediglich Spitzenreiter und Meister FC Bayern (vier) verteidigte konsequenter. Gegen eben jene Münchnerinnen kassierte Köln Mitte Oktober beim 1:5 übrigens satte fünf Gegentore. Aber: Die Defensive bereitete Carlson ansonsten für gewöhnlich weniger Kopfzerbrechen.

Weswegen die Köln-Trainerin daher noch auf eine weitere, womöglich viel wichtigere Baustelle hinweist: „Und dann wollen wir insbesondere auch das Spiel mit dem Ball verbessern. Das geht in die richtige Richtung, da haben wir aber das größte Potenzial.“

Nur Abstiegskandidaten harmloser

Die Zahlen geben Carlson recht: Nur die aktuell drei letztplatzierten Teams – nämlich Jena (zwölf), Hamburg (13) und Essen (zehn) erzielten bislang weniger Tore als der FC, der zumindest 19-mal getroffen hat. Bedeutet dennoch: Die Kölnerinnen müssen vor dem gegnerischen Tor noch abgebrühter und konsequenter werden. Wie weh es tun kann, wenn die Chancen nicht verwertet werden, hatte die letzte Heimpartie des Jahres im Dezember gezeigt, als Schlusslicht Jena beim schmeichelhaften 1:0-Erfolg seinen ersten Saison-Dreier im Franz-Kremer-Stadion feiern durfte.

Klar ist: Sollte Carlson ihrem Team nun auch noch die nötige Kaltschnäuzigkeit vor der Kiste einimpfen, dürfen sich die FC-Fans im neuen Jahr definitiv auf weitere spektakuläre – und vor allem erfolgreiche – Partien freuen.

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