„Inniges Verhältnis“ nach Ansprache: Kwasniok schwärmt von Kessler

Lukas Kwasniok an der Seitenlinie, Thomas Kessler im Hintergrund. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)
Lukas Kwasniok an der Seitenlinie, Thomas Kessler im Hintergrund. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)

Lukas Kwasniok freut sich über die Beförderung von Thomas Kessler beim 1. FC Köln. Der Cheftrainer spricht zudem über eine Ansprache des neuen Sport-Geschäftsführers an die Mannschaft.

Als der 1. FC Köln nach dem 2:2 beim 1. FC Heidenheim ins Wanken und Lukas Kwasniok ins Visier der Fans geriet, stellte sich Thomas Kessler hinter den Cheftrainer. Das tat der damalige Sportdirektor und seit dieser Woche Sport-Geschäftsführer öffentlich, aber auch intern. Einen Bericht der SportBild kann der GEISSBLOG bestätigen.

Demnach sprach der 40-Jährige nach dem Unentschieden in Heidenheim nach Absprache mit Kwasniok zur Mannschaft. Es sollen wenige, aber deutliche Worte gewesen sein, mit denen der FC-Sportchef seinem Cheftrainer den Rücken gestärkt und die Spieler in die Pflicht genommen haben soll. Am Ende fruchtete die Maßnahme: Die Spieler folgten Kwasniok und Kessler, spielten gut gegen die Bayern und holten gegen Mainz den so wichtigen Sieg.

Kesslers Ansprache an die Mannschaft

Kwasniok bestätigte Kesslers Ansprache nun vor dem Heimspiel gegen den SC Freiburg nicht direkt, machte aber klar, dass ein solcher Vorgang – von manch anderem Cheftrainer in der FC-Geschichte eher kritisch kommentiert – in den Augen des 44-Jährigen zum Zusammenspiel zwischen Trainerteam und sportlicher Leitung gehöre.

„Alles andere wäre dann ja ein Bananenverein, wenn der Geschäftsführer Sport nicht in Zusammenarbeit mit dem Trainer vor der Mannschaft sprechen würde“, sagte Kwasniok. „Wann der Zeitpunkt richtig ist, wie häufig er das macht, das geschieht immer in Absprache mit mir, und so werden wir es auch immer handhaben. Das ist ungefähr so eine sensationelle Berichterstattung wie dass in der Kirche mit dem Wort Amen der Gottesdienst beendet wird.“

Kwasniok und Kessler rücken enger zusammen

Kwasniok und Kessler – was bislang gut harmonierte, ist in der vergangenen Woche noch einmal enger zusammengerückt. Der Sportdirektor hatte in den vergangenen Monaten viele Baustellen innerhalb des FC abzuarbeiten, die abseits der Profiabteilung eine Rolle gespielt hatten. Nun ist der 40-Jährige wieder näher an Mannschaft und Trainerteam herangerückt und seit dem Trainingslager wieder ständig präsent. Das merkt auch Kwasniok und schätzt es offenbar.

„Kess hatte zu Beginn sehr, sehr viele Themen. Die sind jetzt auch noch vorhanden, aber in den letzten vier, sechs, acht Wochen konnten wir sehr viel Zeit miteinander verbringen. Aus einem engen ist jetzt ein inniges Verhältnis geworden“, sagte der FC-Trainer. So freute sich Kwasniok auch über die Beförderung und Vertragsverlängerung seines Vorgesetzten. „Das ist für den 1. FC Köln gut, für mich gut, für die Mannschaft gut, für die Medien gut, für die Fans gut. Es gibt nur Gewinner. Jetzt müssen wir es nur noch mit Siegen untermauern.“ Am besten schon am Sonntag in Freiburg.

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