Knoten beim FC geplatzt: Warum Ache erstmal alleine stürmen muss

Ragnar Ache gegen Mainz. (Foto: Bucco)
Ragnar Ache gegen Mainz. (Foto: Bucco)

Ragnar Ache war der umjubelte Matchwinner für den 1. FC Köln beim Sieg über den FSV Mainz 05 und harmonierte mit Nebenmann Marius Bülter. Gegen den SC Freiburg winkt nun die Rückkehr in die Startelf. Aber er wird erst einmal alleine stürmen müssen.

Nach dem Erfolg über Mainz bekam Ragnar Ache das Strahlen kaum aus dem Gesicht. Endlich konnte der fleißige Angreifer seiner Mannschaft nicht nur helfen – er wurde nach seiner Einwechslung zur Pause beim Rückstand von 0:1 mit zwei Toren sogar zum umjubelten Matchwinner. „Stürmer werden an Toren gemessen. Und natürlich zweifelt man an sich, wenn man dann Chancen kriegt und der Ball nicht reingeht. Die zwei Tore tun jetzt natürlich sehr gut.“

Ragnar Ache arbeitet sich beim 1. FC Köln aus dem Tief

Damit hat er sich aller Voraussicht nach auch das Vertrauen des Trainers und einen Startelf-Platz in der Auswärtspartie beim SC Freiburg gesichert. „Manchmal dauert es bei dem ein oder anderen Spieler eine gewisse Zeit“, erklärt Trainer Lukas Kwasniok die Durststrecke, in der Ache mit nur einem Tor in siebzehn Spielen hinter den Erwartungen zurückblieb.

Für Sportchef Thomas Kessler der Lohn harter Arbeit. „Ich habe im Winter-Trainingslager auch noch einmal das Gespräch mit ihm gesucht, weil ich es einfach bemerkenswert finde: Er kommt mit einer hohen Erwartungshaltung hierhin – in Köln geht das ja auch schnell, dass man der Königstransfer ist -, und er hat einfach zwei, drei Monate sehr, sehr intensiv gearbeitet mit unserer Athletikabteilung, mit dem Trainerteam und auch mit seinem privaten Trainer.“

Was macht Kwasniok mit dem Doppel-Sturm?

Aber es war natürlich auch der Geistesblitz des formstarken Alessio Castro-Montes und die geschaffenen Räume sowie die Vorarbeit von Sturmpartner Marius Bülter, die Ache gegen Mainz halfen. Zumindest Bülter dürfte in Freiburg nicht mit ihm von Anpfiff weg stürmen. „Es ist zwar eine Option, aber wenn beide Jungs nach siebzig, achtzig Minuten nicht mehr im Vollbesitz ihrer Kräfte sind, habe ich dann komplett andere Spielertypen auf dem Feld“, sagt Kwasniok. „Für die Jungs und die Fans ist immer die Startelf wichtig, weil daraus natürlich auch eine Zufriedenheit resultiert. Aber für mich als Trainer stellt sich die Frage, wie ich 90 , 95 oder 100 Minuten ein Spiel gewinne, wenn es am Ende darum geht, die Bälle hinten raus zu köpfen oder vorne eine Standard machen zu müssen.“

Klingt alles eher wieder danach, als würde der FC in Freiburg zum System mit Dreierkette, Vierer-Mittelfeld und drei Stürmern zurückkehren. Kwasniok: „Zum Glück haben wir mit Fynn Schenten und Youssoupha Niang zwei junge Spieler, die da viel mitbringen. Aber gerade bei Youssef müssen wir schauen, wie es körperlich aussieht. Einer von beiden fährt aber auf jeden Fall mit, egal wie es bei der U19 aussieht, denn wenn wir Bedarf haben, geht das natürlich vor.“

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