Der 1. FC Köln hat sein letztes Heimspiel der Bundesliga-Saison mit 1:3 (1:2) gegen das Tabellenschlusslicht aus Heidenheim verloren und damit einen versöhnlichen Abschluss verpasst. Entsprechend enttäuscht waren hinterher die Spieler.
Aus Müngersdorf berichten Sonja Gauer, Martin Zenge und Marc L. Merten
Marius Bülter
„Man muss sagen, dass am Ende zwei, drei Prozent gefehlt haben, um das Ding unbedingt gewinnen zu wollen. Man hat schon den Unterschied gesehen, dass eine Mannschaft hier ums Überleben gekämpft hat und das waren nicht wir. Deswegen ist es schon enttäuschend. Bei meinem Tor war der erste Gedanke, den Ball quer zu legen. Aus spitzem Winkel musste ich gut schießen, damit er reingeht. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht wegen dem schlechten Spiel heute uns die Saison oder die letzten Wochen schlecht reden lassen. Wir haben in meinen Augen schon souverän zwei Spieltage vor Schluss die Klasse gehalten. Die letzten Wochen waren sehr stabil und auch heute war nicht alles schlecht. Wir haben nicht gut verteidigt – das hat uns den Punkt oder Sieg gekostet.“
Marvin Schwäbe
„Wir haben uns das definitiv anders vorgestellt. Wir hatten uns einiges vorgenommen und wollten im letzten Heimspiel einen drauf setzen, den Dreier hierbehalten. Hier und da waren es individuelle Fehler oder ein unsauberes Spiel. Es war ähnlich wie gegen Leverkusen: Nach einer großen Chance kriegen wir hinten das Gegentor. Das hat sich heute nochmal durchgezogen, ist extrem bitter und absolut nicht zufriedenstellend. Wir fahren jetzt nach München, um drei Punkte zu holen. Das soll keine Abschlussreise werden. Wir werden versuchen, die Münchener zu ärgern und alles rauszuhauen.“
Florian Kainz
„Sportlich war es schwierig. Man will sich nicht mit einer Niederlage in einem Heimspiel verabschieden. Ich war froh, dass ich gespielt und meine Minuten bekommen habe. Ich habe versucht, nochmal Impulse zu setzen. Es ist sportlich natürlich enttäuschend. Danach war es sehr emotional. Wenn man eine gewisse Zeit lang warten muss und die Videos von Heintzi und Kainzi sieht, und dann sein eigenes Video, ist es sehr emotional. Ich bin dankbar, dass mir der FC so einen Abschied ermöglicht hat und ich mich in dem Rahmen von den Fans verabschieden konnte.“
Frank Schmidt
„Die Vorzeichen waren für uns logisch: Wir mussten gewinnen, um am 34. Spieltag noch den Relegationsplatz zu erreichen. Wir sind mit der frühen Führung gut gestartet, hatten aber auch Probleme mit dem Pressing der Kölner. Wir mussten uns erstmal wieder sortieren, Köln hatte mehr Spielanteile und gute Möglichkeiten. Wir haben dann wieder zum richtigen Zeitpunkt das Tor gemacht. In der zweiten Halbzeit fand ich uns besser, weil wir einige gute aussichtsreiche Konterchancen hatten. Wir wussten, dass wir das dritte Tor brauchen, um für die Vorentscheidung zu sorgen. Das Tor hat uns gut getan und wir haben es souverän und entschlossen wegverteidigt. Die Mannschaft hat an sich geglaubt, der FC hat es uns bis zum Schluss schwer gemacht. Diesmal haben drei Auswärtstore zu drei Punkten gelangt. Jetzt haben wir richtig Bock auf das Saisonfinale. Wir glauben daran, dass wir den 16. Platz erreichen können.“
René Wagner
„Glückwunsch zum Sieg. Das Spiel wurde gut zusammengefasst. Wir hatten nach dem Ausgleich eine gute Struktur und auch zwei, drei Chancen. Da waren wir nicht effizient genug in der Phase. Wir wollten nach der Pause energisch auf den Ausgleich spielen. Es ist immer schwer, gegen eine tiefstehende Mannschaft, die gut kontern kann. Wir haben es nicht geschafft, im letzten Drittel noch mehr Druck auf das Tor zu bekommen. Wir wollten mit viel Fußball gefährlich werden, waren bei zwei, drei Abschlüssen auch zu ungenau. Deswegen haben wir mit 1:3 verloren.“






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