„Die anstrengendste Vorbereitung“: So weit ist der FC vor dem Pflichtspiel-Start

Der FC geht in die fünfte Woche der Vorbereitung. (Foto: IMAGO / Panama Pictures)
Der FC geht in die fünfte Woche der Vorbereitung. (Foto: IMAGO / Panama Pictures)

Der 1. FC Köln quält sich fit für die neue Bundesliga-Saison. Unter René Wagner soll die Mannschaft läuferisch zu den Besten der Liga gehören. Fußballerisch muss aber noch einiges passieren.

Der 1. FC Köln gehörte in der vergangenen Saison zu den laufstärkeren Teams der Bundesliga. Nicht zu den Top-Teams, aber immerhin in die obere Hälfte. Platz sieben bei der Anzahl der Kilometer und Platz acht bei den Sprints. Einzig, und das überraschte dann doch, nur Platz 15 bei den intensiven Läufen. Dabei sollte Ex-Trainer Lukas Kwasniok doch gerade die Intensität 90 Minuten auf den Platz bringen.

Das will auch René Wagner, und so hörte man Linton Maina am Samstag nach dem Testspiel des FC gegen Real Sociedad auch sagen: „Es ist mit die anstrengendste Vorbereitung. Wir sind ordentlich am laufen und am schwitzen. Es schadet uns aber nicht. Auch wenn es nervt, wissen die Trainer, was sie machen.“ Und was sie wollen – und das sind drei Dinge:

1. Fitness und Intensität

Die Logik ist klar und nicht neu: Ein fitter 1. FC Köln ist ein guter 1. FC Köln. Das war unter Steffen Baumgart zwei Jahre so. Das soll auch unter Wagner wieder so sein. „Wir sind sehr zufrieden. Mir hat der Hunger der Jungs gut gefallen, gegen den Ball zu arbeiten, Bälle in der gegnerischen Hälfte zu gewinnen“, lobte Wagner nach dem Doppel-Test gegen San Sebastian. „Beide Spiele haben viel von dem gezeigt, was wir sehen wollen. Jetzt haben noch zwei Wochen bis Würzburg.“

2. Spielerische Verbesserung

Wagner und Maina waren sich einig in der Bewertung, dass der FC zwar schon „relativ weit“ seien in der Arbeit der Vorbereitung, aber „mit dem Ball noch zulegen können“, wie Maina es ausdrückte. Das Problem: Genau hier braucht es noch Neuzugänge. Insbesondere der Sechser fehlt sichtbar, die aktuellen Mittelfeldspieler können fußballerisch nicht den Qualitätssprung liefern, den sich Wagner und Sportchef Kessler erhoffen. Hier gibt es noch großes Potenzial.

3. Hoher Konkurrenzkampf

Was aber jetzt schon klappt, ist der starke Konkurrenzkampf auf diversen Positionen. „Wir testen Kombinationen“, sagte Wagner. „In der Innenverteidigung mit Jahmai, Locho, Joel und Rav. Dann haben wir Linton dort getestet, wo Jan gegen Hertha gestartet ist. Außer Marvin ist für mich überall viel Wettbewerb drin. Deshalb gibt hier jeder Gas.“ So kann sich kaum jemand, abgesehen von Kapitän Schwäbe und Superstar El Mala, seines Platzes wirklich sicher sein.

Fazit

Die Folge: Die Qualität im Training ist bislang hoch, die Intensität – nicht nur körperlich – vorhanden. Maina lobte den Trainer auch für dessen Kommunikation. „Der Trainer führt viele Gespräche, vertraut den Spielern“, sagte der 27-Jährige. Nachdem genau dies in den letzten Jahren eine der Schwächen in den Trainerteams war, will Wagner mit einer Mischung aus persönlicher Nähe und knallhartem Training ein neues Gefühl auf und neben dem Platz erzeugen.

Doch alle wissen: Bei aller Kommunikation und allem Training muss der FC an einigen Stellen noch externe Qualität in Form von Neuzugängen hinzuholen. Ohne diese würde es anderweitig schwer. Vor allem, sollte nach Jakub Kaminski auch noch Said El Mala gehen. Denn schon jetzt fällt auf: Das lenkende Element, welches Kaminski in das Kölner Spiel gebracht hatte, fehlt. Kein FC-Spieler hat diese Qualität. Daher wird der Erfolg der Vorbereitung auch noch am Erfolg auf dem Transfermarkt hängen – bei allem Lob für die Spieler und das Trainerteam.

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

Willkommen im Kommentarbereich des GEISSBLOG!
Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
4 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertete