Die Hoffnungen des 1. FC Köln ruhen vor allem auf der Offensive: Doch das Super-Duo Said El Mala und Mikey Moore muss sich erst finden – und braucht dringend defensive Stabilität, sonst wächst der Druck auf die kölschen Rohdiamanten.
Eine Flügelzange, die in der Bundesliga den Unterschied machen soll: Auf Said El Mala und Mikey Moore ruhen beim 1. FC Köln viele Hoffnungen. Und weil mit Thijs Dallinga auch noch ein Knipser für die Box kam, kann man die Hoffnung haben, dass der FC – ähnlich wie im letzten Jahr mit den neuntmeisten Toren der Liga – eine Offensive stellt, die ihn bestenfalls noch weiterträgt als in der vergangenen Saison.
Schließlich haben die Verantwortlichen um Thomas Kessler immer wieder betont: 32 Punkte sind ihnen deutlich zu wenig. Doch in den vergangenen drei Spielen war weder von Euphorie noch von Leichtigkeit viel zu sehen. El Mala lief sich häufig gegen zwei oder gar mehr Gegenspieler fest, Moore konnte seine ersten Großchancen noch nicht nutzen, Dallinga konnte auf seine beiden Debüt-Tore gegen Hoffenheim noch keine weiteren folgen lassen.
Kessler: „El Mala und Moore suchen sich“
Sportchef Thomas Kessler mahnte nach dem 1:2 in Hamburg zur Geduld: „Said und Mikey haben vorher noch nie gemeinsam auf dem Platz gestanden. Wenn sie heute nahe beieinander waren, hat man gemerkt, dass eine gewisse Affinität zwischen den beiden herrscht, dass sie sich suchen und wissen, dass sie gute Fußballer sind. Sie werden sich noch besser einspielen und beim nächsten Mal macht Mikey den dann vielleicht rein und schießt ihn nicht über das Tor.“
Said braucht etwas Raum, die hat ihm der HSV nicht gegeben. Da muss er besser werden, flexibler und das wird er auch schaffen.“
René Wagner
Beim FC sieht René Wagner beide auf dem richtigen Weg. „Said muss genau so weiterarbeiten. Er hat 90 Minuten Gas gegeben, hat auch nach hinten gearbeitet, Zweikämpfe geführt. Es ist nie einfach gegen einen tief stehenden Block anzulaufen. Mit seinen Qualitäten braucht er auch etwas Raum, den hat der HSV ihm nicht gegeben. Da muss er besser werden, er will auch flexibler werden, und das wird er auch schaffen.“
Insgesamt aber ist der Trainer überzeugt, dass El Mala seine Qualitäten bald ausspielen wird: „Er ist brutal gefährlich im Dribbling, brutal gefährlich im Eins-gegen-Eins. Die meisten Gegner werden ihn doppeln, das ist ihm auch heute passiert. Trotzdem hat er Momente kreiert, in denen er in die Box eingedrungen und gefährlich geworden ist. Da gilt es dran zu bleiben und das auch bei der Nationalmannschaft zu zeigen.“
El Mala und Moore brauchen defensive Stabilität
Dennoch braucht es Torerfolge für den FC. Zumal es die Tatsache nicht einfacher macht, dass die Kölner in dieser Saison in vier von fünf Pflichtspielen erst einmal in Rückstand geraten sind. Denn gerade gegen die direkte Konkurrenz wird der Raum rund um den Strafraum dann deutlich enger – und man muss schon zwei Tore schießen, um überhaupt noch gewinnen zu können.
Defensive Stabilität würde also helfen, denn von Moore und El Mala zu verlangen, dass sie bereits die Abgeklärtheit von Routiniers vor dem gegnerischen Tor haben, wäre dann doch etwas viel verlangt. Trotzdem: Sie müssen effektiver werden – und das defensive FC-Gebilde stabiler.








Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!