Der 1. FC Köln sucht weiter einen Sechser. Die Geißböcke haben die vielleicht wichtigste Position für die neue Saison noch immer nicht besetzt. Der Grund: Sportchef Thomas Kessler und Trainer René Wagner suchen die perfekte Lösung.
Tom Krauß und Isak Johannesson, Paul Okon-Engstler und Patrik Kristal – so heißen aktuell die Optionen für René Wagner auf den beiden Positionen im zentralen Mittelfeld des 1. FC Köln. Es braucht keinen Propheten, um zu erkennen: Das reicht noch nicht, um den neuen Ansprüchen der Geißböcke gerecht zu werden, fußballerisch in der nächsten Saison einen Schritt nach vorne zu machen.
Krauß spielt auch in dieser Vorbereitung wieder einen soliden Part als Mister Zuverlässig. Johannesson hingegen läuft dem Geschehen augenscheinlich etwas hinterher, konnte noch keine Akzente setzen. Okon-Engstler hat im Trainingslager angedeutet, dass er fußballerisch neue Elemente ins Spiel einbringen kann, braucht aber noch Eingewöhnungszeit. Und Kristal ist zwar ein feiner Fußballer, war aber eigentlich gar nicht eingeplant und hat Probleme, wenn es ins höchste Tempo geht.
Wagner: „Machen nichts, was uns nicht gefällt“
Kurzum: Der 1. FC Köln braucht dringend noch einen zentral-defensiven Mittelfeldspieler, der das gesamte Gebilde zusammenhalten und anleiten kann. Dessen sind sich Wagner und Sportchef Thomas Kessler auch bewusst. Allerdings machte Wagner am Samstag auch klar, dass der FC keine Kompromisse eingehen will. Lieber keinen Transfer-Fehler machen und den Falschen verpflichten, lautet die Devise. Auch auf die Gefahr hin, dass die Suche noch länger dauert.
„Weil die Personalie so wichtig sein kann, lassen wir uns da Zeit“, sagte Wagner. „Wenn die richtige Personalie nicht dabei ist, können wir es nicht machen. Wir wollen klar bei unserem Profil bleiben, das wir definiert haben. Wenn wir uns nicht sicher sind oder wenn der Spieler sich nicht sicher ist, dann machen wir da nichts, was uns auf der Position nicht gefällt.“
Wenn wir das Profil bekommen, das wir wollen, schnappen wir zu. Ansonsten bleiben wir ruhig.
René Wagner
Bekanntlich war Edson Alvarez zu teuer, während Ellyes Skhiri sich selbst nicht sicher war, ob er zum FC zurückkehren wollen würde. So wird es keiner der beiden. Aber wer wird Mister X? „Wir müssen die Geduld haben, darauf zu warten, dass sich der Spieler zeigt“, verwies Wagner auf den sich weiterdrehenden Transfermarkt. „Dann schnappen wir zu.“
Doch was, wenn nicht? Muss der FC dann doch noch Kompromisse eingehen? Denn klar ist: Bei allem typischen Vorbereitungs-Lob für Krauß und Co. hat sich der FC seit Monaten vorgenommen, einen neuen Sechser als Chef der Mannschaft zu verpflichten. „Wenn wir das Profil bekommen, das wir wollen, schnappen wir zu. Ansonsten bleiben wir ruhig. Erfahrung und Führungsstärke sind sicher zwei Eigenschaften, die er haben sollte“, sagte Wagner. Und muss sich wohl noch einige Zeit in Geduld üben.








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