Krise beendet: Perfekter Abschluss einer fast verhängnisvollen Woche

Lukas Kwasniok bejubelt den Sieg gegen Mainz. (Foto: IMAGO / Mika Volkmann)
Lukas Kwasniok bejubelt den Sieg gegen Mainz. (Foto: IMAGO / Mika Volkmann)

Der 1. FC Köln erlebt eine wilde Woche, aus der Lukas Kwasniok gestärkt hervorgeht. Welche Schlüsse zieht der FC-Trainer nun aus dem perfekten Abschluss mit dem Sieg gegen Mainz?

Ein Kommentar von Marc L. Merten

Vor einer Woche zogen große Fragezeichen über dem 1. FC Köln auf. Warum hatten sich die Ultras gegen Lukas Kwasniok ausgesprochen? Hatte der Trainer die Mannschaft wirklich verloren? Würde Sportdirektor Thomas Kessler seinen Trainer nach den Spielen gegen Bayern und Mainz entlassen müssen? Eine Woche später stellen sich diese Fragen nicht mehr.

Die Südkurve hat den FC gegen Mainz zum Sieg gepeitscht. Die Energie der Fans schwappte auf die Spieler über, Kwasniok bedankte sich hinterher ausdrücklich bei den Anhängern. Die Mannschaft wiederum folgte ihrem Trainer, setzte die Änderungen in der Halbzeit um und kämpfte Mainz nieder. Und so musste Kessler nach der Partie keine Fragen nach dem Trainer beantworten.

Mannschaft ließ Kwasniok nicht fallen

Im Gegenteil: Womöglich wird man beim FC in einigen Monaten auf diese ersten zwei Januar-Wochen zurückblicken und feststellen, dass sie Schlüsselerlebnisse beinhalteten. Der FC steht nach 18 Spielen nun sieben bzw. acht Punkte vor den Abstiegsrängen – und das, obwohl die Geißböcke gerade eine Acht-Spiele-ohne-Sieg-Krise durchleben mussten. Der FC hat sich spielerisch gefangen. Und Kwasniok geht als einer der Gewinner aus der vergangenen Woche hervor.

Der 44-Jährige blieb in der Krise ruhig, schenkte seinen Spielern Vertrauen und konnte sich darauf verlassen, dass die Mannschaft im entscheidenden Moment auf der Höhe war. Ein Punkt in Heidenheim, drei Punkte gegen Mainz, keine Abreibung gegen die Bayern – hätten die Spieler keine Lust mehr auf Kwasniok gehabt, hätten sie nach den Rückständen in Heidenheim und gegen Mainz es einfach laufen lassen. Aber in Köln lässt aktuell niemand etwas laufen. Und das ist im Kampf um den Klassenerhalt eine sehr gute Nachricht.

Kader des 1. FC Köln weiter im Wandel

Die Krise ist also beendet. Der erste Sieg in 2026 ist da. Man darf dennoch gespannt sein, wie Kwasniok in den kommenden Wochen sein Personal auswählen wird. Denn alles funktioniert längst nicht. Womöglich wird sich der eine oder andere Spieler mit deutlich weniger Spielzeit anfreunden müssen. Womöglich wird noch ein Transfer die Kader-Balance weiter verändern.

Womöglich werden sich auch weitere Spieler in den Vordergrund spielen, die 2025 noch eine deutlich kleinere Rolle eingenommen haben. Wie Alessio Castro-Montes, Tom Krauß oder Fynn Schenten. Auch Winter-Neuzugang Jahmai Simpson-Pusey ist eine echte Entdeckung. Der FC-Kader ist weiter im Wandel. Und das scheint den Geißböcken gut zu tun. So ist eine Woche, die scheinbar verhängnisvoll begann, nahezu perfekt zum Abschluss gekommen.

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