Neuzugang Jahmai Simpson-Pusey und Youngster Fynn Schenten werden am Samstag gegen den 1. FC Heidenheim im Kader des 1. FC Köln stehen. Das kündigte Lukas Kwasniok in La Nucia an. Auch das Debüt eines Rückkehrers wollte der Trainer nicht ausschließen.
Aus dem Trainingslager in La Nucia berichten Sonja Gauer und Marc L. Merten
Viel Zeit zur Eingewöhnung hatte Jahmai Simpson-Pusey nicht. Der 20-Jährige war erst am Montagabend nach zwei anstrengenden Reise-Tagen im Trainingslager des 1. FC Köln angekommen. Drei Trainingseinheiten wird der Engländer bis zum Auswärtsspiel in Heidenheim dabei mit der Mannschaft auf dem Platz absolviert haben.
Nichtsdestotrotz wird der Innenverteidiger am Samstag bereits zum Aufgebot von Lukas Kwasniok gehören. „Er wird im Kader sein“, bestätigte der Trainer auf der im Mannschaftshotel in Spanien improvisierten Spieltags-Pressekonferenz. Allerdings sei es „unwahrscheinlich“, dass Simpson-Pusey gegen den Abstiegskonkurrenten bereits in der Startelf stehen wird. Dafür sei die Zeit einfach zu kurz gewesen.
„Wird der Tag kommen, an dem ich ihn reinwerfe“
„Er hatte nicht so viel Spielpraxis in der Hinserie. Wir tun gut daran, ihn ankommen zu lassen und die Namen der Jungs kennenzulernen. Er wechselt nicht nur den Verein, sondern ist auch der Sprache nicht mächtig.“ Ab Sonntag habe der Neuzugang dann vermehrt Zeit, „die Stadt, die Menschen und den Verein“ kennenzulernen. Dann werde auch der Tag kommen, „an dem ich ihn reinwerfe. Aber wir sollten ihm Zeit geben, damit wir ihn nicht im falschen Moment überfordern, sondern er seine Leistung abrufen kann.“
Möglich also, dass Simpson-Pusey am Samstag in Heidenheim überhaupt nicht zum Debüt kommen wird, sondern aufgrund der Abwehr-Sorgen in der Innenverteidigung lediglich für den Fall der Fälle mitreist und gleichzeitig seine neue Kollegen noch besser kennenlernen kann. Anders sieht dies jedoch bei anderem jungen Spieler aus, der sich zuletzt vermehrt ins Rampenlicht trainieren konnte.
Schenten darf sich auf Kader-Platz freuen
Denn wie Kwansiok auch erklärte, wird am Samstag Fynn Schenten erneut zu seinem Kader zählen. Nachdem der Trainer den U19-Stürmer schon nach dem Testspiel gegen den FC Lugano auffällig gelobt hatte, winkt dem Angreifer nun sein Bundesliga-Debüt. „Genau dieses Profil mit Tiefgang und körperlicher Wucht haben wir so nicht“, wiederholte Kwasniok noch einmal, wollte diese Aussage aber nicht als Kritik an seinen anderen Stürmern verstanden wissen. Der Trainer weiter: „Da spielt das Alter keine Rolle. Deswegen ist er für uns eine Option, dass wir ihn reinwerfen können.“
Schenten, der laut FC-Aussagen 36 km/h schnell sein soll, könne dabei jeder Mannschaft in der Bundesliga „situativ wehtun“. Zudem sei der 18-Jährige „kein typischer Junioren-Spieler. Wenn man ihn sich anschaut: Da ist Dampf dahinter.“ Der Top-Torjäger der A-Junioren konnte sich in den vergangenen Wochen also vermehrt ins Blickfeld der Profis spielen und seine Chance nutzen.
Niang auf dem Weg zurück – und direkt im Kader?
Ein Spieler, dem das bereits im Sommer gelungen war, ist Youssoupha Niang. Mehrere Verletzungen bremsten den Stürmer dann jedoch aus und verhinderten ein wahrscheinliches Bundesliga-Debüt in der Hinserie. Nun ist Niang jedoch wieder fit und ebenfalls eine Option für Kwasniok. „Er macht einen guten und stabilen Eindruck“, bescheinigte der Trainer am Donnerstag. Gegen Lugano habe man den Stürmer jedoch bewusst noch draußen gelassen, um kein größeres Risiko einzugehen.
„Trotzdem“, sagte Kwasniok, „ist es möglich, dass er im Kader steht und zehn oder 15 Minuten spielt.“ Alternativ würde Niang in den kommenden Wochen vermehrt bei der U21 zum Einsatz kommen, um nach über einem halben Jahr ohne Wettkampfpraxis wieder in den Abläufe zu kommen. Auch bei ihm lobte Kwasniok: „Er bringt Dinge mit, die im Paket nicht so häufig sind. Er kann nicht nur schnell laufen, sondern auch viel.“ Nun hofft man beim 1. FC Köln, dass der 19-Jährige gesund bleibt.
Wer muss nach Köln reisen?
Welche Spieler am Ende im 20er-Kader gegen Heidenheim stehen werden, entscheidet sich derweil am Freitag mit Abflug. Während jene Spieler, die zum Aufgebot zählen werden, direkt mit einer Charter-Maschine nach Memmingen fliegen werden, begibt sich der Rest auf die Heimreise nach Köln. Im Vergleich zum Spiel gegen den 1. FC Union dürfte Luca Waldschmidt in den Kader zurückkehren, Rav van den Berg fehlt derweil aufgrund seiner Sperre. Durch die Nominierung von Simpson-Pusey wird jedoch ein anderer Spieler in Heidenheim nicht im Kader stehen.








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