„Mit einem Schluck Wasser kannst du auch hartes Brot verdauen“

Jubel beim 1. FC Köln nach dem 1:0 von Linton Maina. (Foto: Bucco)
Jubel beim 1. FC Köln nach dem 1:0 von Linton Maina. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln hat den VfL Wolfsburg in einem intensiven Spiel mit 1:0 (1:0) nieder gerungen und den zweiten Heimsieg in Folge eingefahren. Entsprechend erleichtert waren hinterher die Spieler und Verantwortlichen.

Aus dem RheinEnergieStadion berichten Sonja Gauer, Alexander Haubrichs und Marc L. Merten

Sebastian Sebulonsen

„Die gesamte zweite Halbzeit war ein Kampf. Aber wir haben diesen Kampf angenommen und haben am Ende die drei Punkte mitgenommen, das fühlt sich gut an. Es war am Ende schwierig zu verteidigen, weil sie viele Spieler nach vorne geschickt haben. Aber trotzdem müssen wir damit besser umgehen. Heute Abend werden wir den Sieg genießen und dann schon in die Videoanalyse gehen. In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt und das Spiel gut kontrolliert. Wir fokussieren uns immer nur auf das nächste Spiel und schauen nicht so weit voraus. Ab jetzt schauen wir auf das nächste Spiel.“

Marvin Schwäbe

„Es ist natürlich schön, wenn die Fans meinen Namen rufen. Umso schöner ist es, dass wir uns als Mannschaft belohnt haben und nach einer langen Phase mal wieder zu Null gespielt haben. Wir haben verdient gewonnen und das nehmen wir heute mit. Man darf nicht unterschätzen, dass Wolfsburg trotzdem seine Qualität hat und dass wir uns mal ein Stück weit rein drücken lassen, ist denke ich normal. Dass wir den Sieg über die Linie gerettet haben, spricht für sich. Wie losgelöst dann jeder feiert und wie die Fans hinter uns stehen, ist schön. Darauf können wir jetzt aufbauen. Für die Tabelle war der Sieg unfassbar wichtig, Wolfsburg war auf Augenhöhe. Dass wir jetzt das Polster haben und an einem Freitag vorlegen, ist top.“

Linton Maina

„Das Tor bedeutet mir viel, vor allem, weil es den Sieg gebracht hat. Ich habe mich sehr gefreut, dass es wieder geklappt hat. Gegen einen direkten Konkurrenten freut es mich umso mehr, dass es geklappt hat. Wolfsburg ist im zweiten Durchgang mehr ins Spielen gekommen, wenn sie Spaß haben, können sie auf jeden Fall kicken. Wir haben die Umschalter nicht gut umgesetzt und hätten griffiger und ekliger sein können, um den Sack früher zu zu machen. Der Sieg bedeutet für die Tabelle viel. Wenn man sich die nächsten Wochen anguckt, war der Sieg extrem wichtig für uns, um einen Puffer zu schaffen. Aber auch für uns ist es wichtig zu sehen, dass sich der ganze Aufwand, den wir betreiben, lohnt.“

Daniel Bauer

„Glückwunsch an den FC und Lukas zum Sieg heute. Es tut weh heute. Aufgrund der zweiten Halbzeit hätten wir zumindest einen Punkt verdient gehabt. Wir hatten viele Möglichkeiten, die wir einfach nutzen müssen. In der ersten Viertelstunde kamen wir kontrolliert in die Partie und haben eine Reaktion auf das Mainz-Spiel. gezeigt. Wir waren aber zu schlampig in den Umschaltsituationen. Köln hat nach 20 Minuten dann Oberwasser bekommen, was logischerweise dazugehört. Wir sind gerade nicht in der Lage, den FC in einem Heimspiel 45 Minuten zu dominieren. Wir wussten, dass es Phasen geben würde, in denen wir leiden müssen. Das 1:0 darf einfach nicht fallen, auch wenn es eine schöne Einzelaktion von Linton war. Auf den Rückstand haben wir wieder nicht gut reagiert, waren extrem schwach in den Zweikämpfen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann alles rausgeknallt, wir sind all-in gegangen, haben unsere Chancen aber nicht genutzt.“

Lukas Kwasniok

„Ich habe das Spiel ähnlich gesehen. Es waren zwei unterschiedliche Halbzeiten. In der Theorie wäre es ein Unentschieden wert gewesen, für uns war es aber ein ganz wichtiger Heimerfolg. Vergangene Woche habe ich noch gesagt, dass wir einen Punkt verdient gehabt hätten. Im Fußball geht es um Gewinnen und nicht um Remis. Das Problem aus unserer Sicht war, dass wir in der zweiten Halbzeit nicht mehr die Balance hinbekommen haben. Wir werden um jeden Punkt fighten und haben uns heute mit drei Punkten belohnt, weil wir einen starken Torhüter hatten. Es freut mich für die Mannschaft, aber auch für Marvin, dass die Null heute gestanden ist. Nach Leverkusen habe ich gesagt, dass du zehn Siege brauchst. Mit sechs sind wir auf einem guten Weg, auch wenn es hartes Brot wird. Aber mit einem Schluck Wasser kannst du auch hartes Brot verdauen.“

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