Neue Nummer eins beim FC! Carlson „hat erstes graues Haar bekommen“

Irina Fuchs wird von ihren Mitspielerinnen gefeiert. (Foto: Sylvia Eichinger)
Irina Fuchs wird von ihren Mitspielerinnen gefeiert. (Foto: Sylvia Eichinger)

Der 1. FC Köln hat eine neue Nummer eins. Irina Fuchs bleibt im Tor der FC-Frauen und wird damit für ihre Entwicklung von der Nummer vier zur Stammtorhüterin belohnt.

Es lief die 90. Minute im Heimspiel des 1. FC Köln gegen den SC Freiburg. Die Mannschaft von Trainerin Britta Carlson hätte in Überzahl das 1:0 nur noch souverän herunterspielen müssen. Doch dann verteidigte der FC einmal komplett schläfrig, ließ Freiburg gewähren und brachte Irina Fuchs im FC-Tor in Bedrängnis.

Die Keeperin versuchte im Eins-gegen-Eins noch zu klären, foulte ihre Gegenspielerin aber und sah sich daraufhin einem Elfmeter gegenüber. Doch Fuchs parierte und wurde somit doch noch zur Heldin des Sieges. Damit nicht genug. Damit krönte sie ihr erstes Spiel als Nummer eins beim FC.

Sonderlob für Fuchs

„Ich habe heute mein erstes graues Haar bekommen, weil wir das Spiel hätten vorher entscheiden müssen“, sagte Carlson hinterher. „Es ist typisch für uns, dass wir durch eine blöde Situation noch einmal ins Straucheln kommen, aber unsere Torfrau wird langsam zur Elfmeterkillerin.“ Fuchs war erst am 1. September 2025 vom FC Basel nach Köln gekommen. Ein Not-Transfer, der sich nun auszahlt.

Fuchs sprang damals ein, weil sich Lisa Schmitz verletzt hatte und auch Aurora Mikalsen sowie Paula Hoppe verletzt gewesen waren. Aus der Notlösung wurde ein Volltreffer: „Ich setze Irina nicht auf die Bank. Das haben intern klar kommuniziert“, bestätigte Carlson die Entscheidung, dass Fuchs die Nummer eins bleibt. „Sie hat eine gute Saison gespielt. Sie ist eine junge Nachwuchstorhüterin, die den einen oder anderen Fehler gemacht hat und noch machen wird. Aber das gehört dazu. Sie hat sich ihre Position über die Saison erarbeitet.“

Aus Großbaustelle wird Luxussituation

Schmitz und Mikalsen sind zwischen zwar wieder fit und trainieren wieder mit der Mannschaft, müssen sich nun aber hintanstellen. Dabei waren auch diese beiden Torhüterinnen erst im vergangenen Jahr zum FC gekommen, um die jahrelange Großbaustelle der Geißböcke zwischen den Pfosten zu schließen. Mikalsen war zur Rückrunde der vergangenen Saison aus Norwegen nach Köln gewechselt, Schmitz im Sommer aus Wolfsburg.

„Es ist eine schöne Luxussituation, dass ich jetzt auch die beiden älteren Torhüterinnen wieder dabei habe. Das ist keine einfache Situation für sie, aber sie nehmen das sehr professionell an“, sagte Carlson. Fuchs bleibt also die Nummer eins, während die 29-jährige Mikalsen und die 33-jährige Schmitz zunächst um den Platz auf der Bank kämpfen. Am Samstag gegen Freiburg hatte Schmitz auf der Bank Platz genommen.

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