Ragnar Ache und Marius Bülter haben gegen den SC Freiburg zum ersten Mal in dieser Bundesliga-Saison gemeinsam von Beginn an auf dem Feld gestanden. Das Duo konnte sogar 90 Minuten durchspielen. Nun hegt Trainer Lukas Kwasniok einen Wunsch.
Hätte Max Rosenfelder den Ball am Sonntagabend in der zehnten Minute nicht selbst über die Linie befördert, Ragnar Ache hätte wohl gute Chancen auf sein viertes Saisontor in der Bundesliga gehabt. Der Angreifer des 1. FC Köln hatte vor dem Freiburger Tor auf die Hereingabe von Linton Maina gelauert, der Freiburger Innenverteidiger war ihm dann jedoch zuvor gekommen. Im zweiten Durchgang hatte der Mittelstürmer schließlich zwei Mal per Kopf gute Gelegenheiten auf den Ausgleich, kriegte den Ball aber nicht gefährlich auf den Kasten gedrückt.
Ache lief dabei zum ersten Mal in dieser Bundesliga-Saison gemeinsam mit Marius Bülter als Doppelspitze in der Startelf auf, wobei letzterer hin und wieder auch auf den Flügel auswich und Linton Maina nach ganz vorne schob. Gegen den 1. FSV Mainz 05 hatte das Duo dabei nach Aches Einwechslung zur zweiten Halbzeit hervorragenden harmoniert und so mitunter für die Wende im Spiel gesorgt. In Freiburg spielten schließlich beide Angreifer über 90 Minuten – und verstanden sich erneut gut auf dem Platz. Auch Marius Bülter hätte dabei für den Ausgleich sorgen können, wurde im letzten Moment aber noch von Lukas Kübler abgegrätscht.
19 Spieltage bis zur Doppelspitze Ache/Bülter
Dass Lukas Kwasniok bis zum 19. Spieltag gewartet hatte, um beide Angreifer erstmals gemeinsam von der Leine zu lassen, hatte dabei seine Gründe. Ragnar Ache war mit einem erheblichen körperlichen Rückstand aus Kaiserslautern zum FC gekommen und hatte erst einmal richtig fit werden müssen, um eine Option für die Startelf zu werden. Derweil warfen Marius Bülter früh in der Saison eine Achillessehnenverletzung und anschließend eine Magen-Darm-Erkrankung zurück.
Des Weiteren merkte Kwasniok an, dass er im Spielverlauf mit keinem klaren Stoßstürmer mehr nachlegen könne, wenn beide von Beginn an auf dem Platz stünden. Mit Fynn Schenten und Youssoupha Niang aus dem eigenen Nachwuchs ist diese Kader-Problematik jedoch inzwischen zumindest abgeschwächt. Entsprechend könnte das Sturm-Duo nun eines für die Zukunft beim 1. FC Köln sein.
Kwasniok: „Doof sind wir nicht“
„Wir Trainer machen ja nicht alles richtig, aber doof sind wir nicht“, sagte Kwasniok am Sonntag auf das Duo angesprochen und erklärte: „Wenn mir beide schon früher zur Verfügung gestanden hätten, hätte ich das schon früher gemacht, weil sie beide voneinander profitieren können.“ Im bisherigen Saisonverlauf sei oftmals aber nur einer von beiden in der Lage gewesen, tatsächlich 90 Minuten spielen zu können. Ein Umstand, der sich inzwischen geändert hat.
„Heute konnte ich beide auf dem Feld lassen, und so hattest du immer das Gefühl, dass etwas passieren könnte. Es freut mich, dass mir jetzt beide zur Verfügung stehen.“ Während bei Ache spätestens mit seinem Doppelpack gegen Mainz der Knoten geplatzt zu sein scheint, wartet Bülter inzwischen seit dem elften Spieltag gegen Eintracht Frankfurt auf einen weiteren Treffer oder gar eine Torbeteiligung. Deswegen sagte auch Kwasniok: „Noch mehr würde es mich freuen, wenn sie jetzt beide treffen. Vor allem freut es dann auch die Spieler.“ Die Chancen des FC auf weitere Siege würden dann sicherlich auch steigen.








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