Sebastian Sebulonsen überzeugt beim 1. FC Köln auch in neuer Rolle. Verändert der Norweger mit seinen Auftritten in der Innenverteidigung sogar die Transfer-Pläne? Zwei Transferziele muss sich der FC wohl abschminken.
Dass Sebastiaan Bornauw zum 1. FC Köln hätte wechseln sollen, ist nach GEISSBLOG-Informationen unstrittig. Doch im letzten Moment wurde der Belgier plötzlich bei Leeds United gebraucht. Und so stand der Innenverteidiger auch am Montagabend wieder in der Premier League in der Startelf. Ein Wechsel zum FC hat sich demzufolge wohl erledigt.
Sicher erledigt hat sich eine Verpflichtung von Dan Neil. Der Sechser des AFC Sunderland wurde vom FC ebenfalls beobachtet, allerdings eher mit Blick auf einen ablösefreien Transfer im Sommer. Nun hat sich Neil Ipswich Town angeschlossen. Allerdings nur auf Leihbasis bis Saisonende – mit dann trotzdem auslaufendem Vertrag. Das bestätigten beide Clubs. So könnte Neil im Sommer trotzdem noch einmal eine Option für den FC werden.
Sebulonsen fühlt sich wohl
Nun aber im Winter scheint sich beim FC entgegen erster Bestrebungen der Geißböcke (wie das Bemühen um Bornauw gezeigt hat), nichts mehr zu verändern. Das liegt auch an einem Spieler im FC-Kader. An sieben der letzten acht Bundesliga-Spiele kam Sebastian Sebulonsen als Innenverteidiger zum Einsatz. Egal ob in der Dreier- oder Viererkette: Trainer Lukas Kwasniok vertraut dem Norweger angesichts der vielen Verletzungen auch die Rolle im Abwehr-Zentrum zu.
Für den 25-Jährigen kein Problem: „Es ist eine neue Position für mich, aber es wird besser und besser. Ich versuche das Bestmögliche rauszuholen. Ich fühle mich auf beiden Positionen wohl“, sagte Sebulonsen selbst in der vergangenen Woche. So hat der Norweger offenbar auch die Transferplanungen von Thomas Kessler verändert.
Eigentlich hatte der Sport-Geschäftsführer neben der Verpflichtung von Jahmai Simpson-Pusey noch mit einem weiteren erfahrenen Innenverteidiger nachlegen wollen. Doch der mehr als positive erste Eindruck des Engländers sowie das Auftreten von Sebulonsen und die bevorstehende Rückkehr von Joel Schmied scheinen Kesslers Gedankenspiele noch einmal verändert zu haben.
Kessler lobt Innenverteidiger Sebulonsen
„Das ist eine super Frage“, meinte der Sportchef am Sonntagabend, auf Sebulonsen angesprochen. „Ich finde, dass Seb das in der Innenverteidigung sehr gut macht – auch in der Viererkette.“ Kessler führte weiter aus: „Ich finde das sehr beachtlich, wie er das mit seinem Tempo und seiner Zweikampfhärte annimmt.“ Mit Sebulonsen in der Innenverteidigung fehlt es dem FC aktuell allerdings an einer Alternative auf der rechten Schiene beziehungsweise auf der Rechtsverteidiger-Position.
Mit Jusuf Gazibegovic haben die Kölner im Winter einen Rechtsverteidiger auf Leihbasis abgegeben. Jan Thielmann bleibt auf dieser Position derweil weiterhin nur eine Notlösung. Doch auch hier hat sich ein Spieler zuletzt unverhofft in den Vordergrund spielen können: Alessio Castro-Montes. Nach einem schwierigen ersten Halbjahr beim FC hat der Belgier seine Chance im Winter genutzt und zählt aktuell zu den besten Kölnern im Kader.
Castro-Montes bringt Flexibilität in den Kader
Eigentlich ist der 28-Jährige vornehmlich für die linke Schiene eingeplant. in Freiburg kam Castro-Montes jedoch als klassischer Rechtsverteidiger zum Einsatz – und überzeugte auch dort. „Wir haben mit Alessio einen, der links und rechts spielen kann. So können wir auf unterschiedliche Herausforderungen reagieren“, sagte Kessler. Nicht auszuschließen also, dass die Verantwortlichen gänzlich auf weitere Wintertransfers verzichten werden.
Zwar sagte Kessler auch: „Wir schauen uns nach Qualität um. Ein paar Tage haben wir noch.“ Gleichzeitig wollte der 40-Jährige aber auch verdeutlichen: „Ich bin mit der Qualität des Kaders und mit der Breite sehr zufrieden.“ Spätestens nach dem Spiel am Freitagabend gegen den VfL Wolfsburg wird der Geschäftsführer eine endgültige Entscheidung treffen müssen. Am kommenden Montag schließt schließlich das Transferfenster.








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