Alessio Castro-Montes ist womöglich DER Gewinner des Trainingslagers beim 1. FC Köln. Der Belgier hat sich in La Nucia ins Blickfeld gespielt. Der Neuzugang wird beim 1. FC Heidenheim deshalb wohl in der Startelf stehen.
Aus dem Trainingslager in La Nucia berichten Sonja Gauer und Marc L. Merten
Als Thomas Kessler am Donnerstag im Mannschaftshotel in La Nucia nach dem Gewinner des Trainingslagers gefragt wurde, zögerte der Sportdirektor des 1. FC Köln keine Sekunde: „Alessio war sehr positiv, er hat es hier im Trainingslager sehr gut gemacht und auch ein gutes Testspiel gemacht. Wenn ich ihn im Training wahrnehme, hat er einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht.“
Gemeint war Alessio Castro-Montes, der letzte Neuzugang der Geißböcke im Transfer-Sommer 2025. Der Belgier war für zwei Millionen Euro von Union Saint-Gilloise nach Köln gewechselt, doch sein Start fiel schwierig aus. Nur vier Einsätze, einen von Beginn an, insgesamt nur 90 Spielminuten und zuletzt dreimal in Folge gänzlich ohne Einsatz.
Lob von Kessler und Kwasniok
Doch in Spanien wirkte der 28-Jährige in den vergangenen Tagen wie ausgewechselt. Auffällig im Training, auffällig als linker Schienenspieler gegen Lugano, technisch beschlagen und mit variablen Laufwegen auch ins Zentrum, was beim FC eigentlich gefordert ist. „Es war nicht einfach für ihn, weil er so spät gekommen ist. Er ist ohne Vorbereitung reingestartet. Jetzt hat er die Woche genutzt, um positiv aufzufallen“, sagte Kessler. „Ich glaube, dass er uns in einigen Elementen in unserem Spiel helfen kann.“
Das wünscht sich auch Lukas Kwasniok. Dem Cheftrainer fiel es am Donnerstag ebenso leicht, den 28-Jährigen aus dem Trainingslager-Kader hervorzuheben. „Irgendwas muss im Silvester-Gala-Menü gewesen sein“, sagte der FC-Trainer mit einem Lächeln. „Er hat sich anscheinend vorgenommen, auch wenn es nur eine Woche war, diese zu nutzen. Er hat eine gewisse Spielstärke und Kreativität von der Wingback-Position. Deswegen haben wir ihn verpflichtet. Er scheint jetzt angekommen zu sein.“
Kann Castro-Montes seine Chance nutzen?
Deshalb wird Castro-Montes beim 1. FC Heidenheim wohl in der FC-Startelf stehen und auf der linken Schiene auflaufen. Sollte der Belgier nun seine Chance nutzen, könnte sich der FC über einen Neuzugang freuen. Denn dann würde aus dem Sommertransfer, der ein halbes Jahr brauchte, um in Köln anzukommen, ein Wintertransfer werden, der ab Januar den Kader merklich verstärkt.







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