Zwei Elfmeter und Gelb-Rot: FC jubelt zum Jahresauftakt

Martyna Wiankowska bejubelt ihr Tor gegen Freiburg. (Foto: Sylvia Eichinger)
Martyna Wiankowska bejubelt ihr Tor gegen Freiburg. (Foto: Sylvia Eichinger)

Die Bundesliga-Frauen des 1. FC Köln haben zum Jahresauftakt gegen den SC Freiburg mit 1:0 (1:0) gewonnen. Erst ging der FC nach einem Elfmeter in Führung, dann dezimierte sich Freiburg selbst. Und in der 90. Minute gab es noch einmal Elfmeter für Freiburg.

Aus dem Franz-Kremer-Stadion berichtet Marc L. Merten

Der 1. FC Köln hatte sich am Samstagmittag vor 1.530 Zuschauern etwas vorgenommen: Die Geißböcke wollten gegen den SC Freiburg Revanche nehmen für die unglückliche 0:1-Niederlage im Hinspiel. Und dann bot sich die Chance, mit einem Sieg gegen die Breisgauerinnen am Sport-Club in der Tabelle vorbeizuziehen und auf Platz sechs zu springen.

Tore und Highlights

44. Minute: Der FC versuchte immer wieder über die linke Seite gefährlich nach vorne zu kommen, und so resultierte die Führung kurz vor der Halbzeitpause aus einem Angriff über links. Sandra Jessen zog in Richtung Strafraum und flankte hüfthoch in Richtung Fünfmeterraum. Ihre Gegenspielerin jedoch fuhr bei der Flanke den Arm aus und wehrte die Kugel in der Box irregulär ab. Den fälligen Handelfmeter verwandelte Martyna Wiankowska sicher zum 1:0.

Halbzeit-Fazit: Der FC ging verdient mit einem 1:0 in die Pause. Am Anfang war der FC nicht gut im Spiel, machte zu viele Fehler im Spielaufbau. So kamen die Freiburgerinnen zu mehreren Chancen. Je länger die erste Hälfte aber dauerte, desto besser kam die Mannschaft von Britta Carlson in die Partie und spielte sich Situationen vor dem gegnerischen Tor heraus. Gute Chancen blieben zwar lange rar, aber die Führung per Elfmeter war verdient.

65. Minute: Beide Mannschaften hatten gerade dreimal gewechselt und neue Kräfte gebracht, als Freiburg sich weiter schwächte. Nia Szenk hatte bereits in der ersten Halbzeit die Gelbe Karte gesehen und foulte nun im Mittelfeld die eingewechselte Zawistowska. Eigentlich ein handelsübliches Foul, doch Schiedsrichterin Lara Wolf legte es als taktisches Foul aus, um einen Konter zu unterbinden. So war die logische Folge die Gelb-Rote Karte für Szenk. Der FC war daraufhin in Überzahl.

85. Minute: Der FC erarbeitete sich in Überzahl immer mehr Torchancen, alleine Sandra Jessen hätte mehrfach treffen können. Doch die größte Chance vergab Weronika Zawistowska nach einer Flanke von Pauline Bremer. Die Polin stand am langen Pfosten komplett blank und hätte nur noch ins leere Tor einschieben müssen, schoss aber über den Freiburger Kasten.

90. Minute: Würde sich dieser Chancenwucher rächen? In der letzten Minute warf Freiburg alles nach vorne – und tatsächlich stellte sich die FC-Defensive ungeschickt an. Niemand klärte einen einfachen Ball ins Zentrum und am Ende foulte Irina Fuchs im Kampf um den Ball eine Freiburger Angreiferin. Es gab Elfmeter. Doch diesen parierte die FC-Keeperin bravourös und rettete dem FC so den Sieg in letzter Minute.

Personal

So spielte der FC: Fuchs – Gerhardt (63. Matysik), Degen (90. Bohnen), Agrez, Wiankowska – Donhauser (83. Leimenstoll), Vogt, Feiersinger, Stolze (63. Zawistowska) – Hasenauer (63. Bremer), Jessen

Zur Aufstellung: Britta Carlson musste im ersten Pflichtspiel des neuen Jahres auf die Gelb-gesperrte Adriana Achcinska verzichten. Dafür kehrte die lange verletzte Nummer eins, Lisa Schmitz, in den Kader zurück, saß aber erst einmal auf der Bank. Wie schon vor der Winterpause fehlten Marina Hegering, Taylor Ziemer und Dora Zeller verletzt.

Fazit

Die Mannschaft von Trainerin Britta Carlson ist verdient mit einem Sieg in das neue Jahr gestartet. Freiburg hatte nur in den ersten 30 Minuten die Chance, etwas Zählbares aus dem Grüngürtel zu entführen. Dann verdiente sich der FC den Sieg mit deutlich mehr Ballsicherheit und den besseren Torchancen. Der Sieg hätte deutlich höher ausfallen müssen, weshalb die Geißböcke in der letzten Minute noch einmal unnötig zittern mussten.

Am Ende aber stand nicht nur der siebte Sieg der Saison, sondern auch der Vereinsrekord. Mit nun 24 Punkten nach 15 Spielen haben die Geißböcke schon jetzt mehr Zähler auf dem Konto als jemals zuvor in einer Bundesliga-Saison. Und sogar ein bisschen Träumen ist nun erlaubt: Platz drei ist nur noch zwei Punkte entfernt.

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