Rasmus Carstensens Transfer zum 1. FC Köln hat sich für alle Seiten als ein Missverständnis entpuppt. Nun läuft alles auf eine endgültige Trennung im kommenden Sommer hinaus. Der Rechtsverteidiger soll fest nach Aarhus wechseln – zum „Spottpreis“, wie es in Dänemark heißt.
Er bleibt auf Meisterschaftskurs: Dank eines 2:1-Erfolgs gegen Odense BK haben Rasmus Carstensen und sein Leihverein Aarhus GF am Montagabend Platz eins in der dänischen Superliga gefestigt. Der Vorsprung auf Verfolger Midtjylland beträgt weiterhin vier Punkte. Der Abschied vom 1. FC Köln scheint sich mal wieder zu lohnen.
Carstensen, der bereits in der vergangenen Saison mit seinem damaligen polnischen Leihclub Lech Posen Meister geworden war, stand gegen Odense zum achten Mal in Serie in der Startelf. Das nennt man wohl Stammkraft. Und so verwundert es nicht, dass eine feste Verpflichtung des 25-Jährigen aktuell als wahrscheinlich gilt.
Kaufoption im sechsstelligen Bereich
Dass Aarhus über eine Kaufoption für Carstensen verfügt, ist bekannt. Laut bold.dk soll diese zwischen 600.000 und 800.000 Euro angesiedelt sein, das dänische Portal schreibt in diesem Zusammenhang von einem „Spottpreis“ für den derzeitigen Leistungsträger.
Der 1. FC Köln hatte Carstensen 2023 ebenfalls zunächst ausgeliehen und dann ein Jahr später für rund 1,5 Millionen Euro fest vom KRC Genk verpflichtet. Überzeugen konnte der Flügelspieler allerdings lediglich in seiner Debütsaison und das auch nur phasenweise. Anschließend war es unter anderem das Heimweh nach Dänemark, das ihn in ein Leistungsloch beförderte.
Ich bin optimistisch. Die Voraussetzungen für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit sind gut.
Aarhus-Sportdirektor Carsten Jensen
In Aarhus blüht der frühere U21-Nationalspieler nun wieder auf. Bezüglich eines festen Transfers sagte Sportdirektor Carsten Jensen zuletzt gegenüber Viaplay: „Es gibt natürlich immer einige Dinge, die in einem solchen Fall besprochen werden müssen, aber ja, ganz klar, wir könnten uns gut vorstellen, dass Rasmus Carstensen weiterhin bei AGF spielt.“
Jensen ergänzte: „Ich bin optimistisch. Er hat gezeigt, dass er gut ins Team passt, und er hat selbst zum Ausdruck gebracht, dass er AGF für einen guten Verein hält, sodass die Voraussetzungen für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit gut sind.“ Carstensen leiste, „was wir uns erhofft haben“, so der Sportdirektor, der zudem klarstellte: „Der Vertrag liegt vor, also ja, im Moment ist das glücklicherweise eine Angelegenheit, die wir selbst entscheiden können.“
So läuft es für die Leihspieler des 1. FC Köln
Und wie läuft es für die weiteren verliehenen FC-Profis? Während Imad Rondic bei Preußen Münsters 1:1 gegen den VfL Bochum erstmals für seinen neuen Club traf, und das durchaus sehenswert (der GEISSBLOG berichtete), ergatterte Julian Pauli mit Dynamo Dresden nach 0:2-Rückstand noch ein 2:2 beim FC Schalke 04.
Jusuf Gazibegovic feierte den ersten Sieg nach seiner Rückkehr zu Sturm Graz. Bei der Fortsetzung der österreichischen Bundesliga gewannen die Grazer mit 1:0 gegen den SV Ried, der Rechtsverteidiger wurde vom heimischen Publikum gefeiert und spielte durch.
Emin Kujovic wiederum stand beim 2:2 des Wolfsburger AC gegen den Grazer AK noch nicht im Kader. Der Sechser war erst am vergangenen Freitag verliehen worden. Elias Bakatukanda (Blau-Weiß Linz, Außenbandanriss im Sprunggelenk) und Jaka Cuber Potocnik (Rot-Weiss Essen, Trainingsrückstand nach Muskelbündelriss) fallen noch aus.








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