FC-Debüt mit Parallelen zu Legende – Kwasniok hätte gerne darauf verzichtet

Felipe Chavez debütierte gegen RB Leipzig für den 1. FC Köln. (Foto: Bucco)
Felipe Chavez debütierte gegen RB Leipzig für den 1. FC Köln. (Foto: Bucco)

Felipe Chavez hat gegen RB Leipzig für den 1. FC Köln debütiert. Während Lukas Kwasniok auf die Bayern-Leihgabe gerne noch verzichtet hätte, sorgte die Premiere am Sonntag für gleich mehrere Parallelen zu Chavez‘ Landsmann Claudio Pizarro.

Eigentlich hatte sich Lukas Kwasniok gewünscht, dass es noch nicht zu diesem Debüt kommen würde. Als er vor Anpfiff des Heimspiels gegen RB Leipzig auf seinen zweiten Winter-Zugang Felipe Chavez angesprochen wurde, erklärte der Trainer des 1. FC Köln bei DAZN: „Ich hoffe um ehrlich zu sein nicht, dass wir hintenraus noch ein Tor erzielen müssen. Wenn dem so sein sollte, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wir ihn sehen.“

Schließlich soll Chavez, der wenige Tage nach seiner Verpflichtung per Leihe vom FC Bayern München zunächst auf der Bank saß, im Kölner Mittelfeld für mehr Kreativität und fußballerische Klasse sorgen. Hätte der FC gegen Leipzig in der Schlussphase etwas zu verteidigen gehabt, wäre der in Schwaben geborene peruanische Nationalspieler wohl nicht erstmals für die Geißböcke aufgelaufen.

Felipe Chavez über FC-Debüt: „Unglaublich“

Doch da der FC mit 1:2 hinten lag und noch auf den Ausgleich drängte, waren Chavez‘ Qualitäten gefragt. In der 90. Minute löste er Jan Thielmann ab. Entscheidende Aktionen gelangen dem 18-Jährigen dann zwar nicht mehr, aber immerhin brachte er jeden seiner vier Pässe an den Mitspieler.

„Es war ein umkämpftes Spiel gegen eine Mannschaft, die oben mitspielt. Ich finde, wir haben es gut gemacht“, wusste Chavez im Anschluss, dass an diesem Nachmittag auch etwas Zählbares drin gewesen wäre. Über sein Debüt war er dennoch happy: „Unabhängig vom Ergebnis freue ich mich natürlich, hier in diesem Stadion spielen zu dürfen mit den ganzen Fans, die unglaublich sind.“

Erinnerungen an Claudio Pizarros Premiere

Nach Claudio Pizarro, der in der Abstiegssaison 2017/18 insgesamt 16-mal für den FC aufgelaufen war, ist Chavez erst der zweite Peruaner, der für den FC in der Bundesliga spielt. Seine Premiere sorgte kurioserweise gleich für mehrere Parallelen zum legendären Stürmer. Denn auch Pizarro verlor sein FC-Debüt mit 1:2 gegen Leipzig. Er wurde ebenfalls in der zweiten Halbzeit eingewechselt, ebenfalls bei einem Heimspiel in Müngersdorf. Und der nächste Gegner hieß auch damals Stuttgart.

Das Ergebnis gegen den VfB soll nun jedoch ein anderes sein als im Oktober 2017, als die Kölner mit 1:2 unterlagen. Chavez ist „zuversichtlich“, dass er am Karnevalssamstag in Stuttgart seinen ersten Punkt oder sogar die ersten drei Zähler als FC-Profi erobern wird. „Wir sollten in jedes Spiel reingehen, um den Sieg zu holen“, erklärte er nach der Leipzig-Pleite mit Blick nach vorne und offenbarte somit, dass er die typische Bayern-Mentalität mit nach Köln gebracht hat.

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