Youssoupha Niang ist mit dem 1. FC Köln aus der Youth League ausgeschieden. Doch der Stürmer will sich nun bei den Profis festspielen und durchstarten. Dafür muss er zunächst gesund bleiben.
Als Youssoupha Niang am Mittwoch gegen Inter Mailand ausgewechselt wurde, bekam der Stürmer des 1. FC Köln einen großen Applaus von den Fans. Der 19-Jährige hatte sich gegen die Italiener eine Stunde lang aufgerieben. Für ihn persönlich aber besonders schön: Es war sein erster Einsatz in dieser Saison über eine so lange Spielzeit.
Im Sommer hatte der Stürmer eine starke Vorbereitung unter Lukas Kwasniok absolviert und sich sofort in den Fokus der Profis gespielt. Dann aber hatte sich Niang im Trainingslager in Österreich an der Schulter verletzt und war lange ausgefallen. Nun ist das Talent, das 2019 im Alter von 13 Jahren vom Bonner SC zum FC gewechselt war, wieder fit.
Youth League im doppelten Sinne genutzt
Kwasniok steht auf den schnellen und körperlich robusten Angreifer, der gegen Inter der auffälligste Stürmer war. Die Einsatzzeit gegen Inter war einerseits wichtig für die U19, um gegen die Italiener auf Augenhöhe zu agieren. Andererseits war sie aber auch ein weiterer Schritt für Niang zurück nach seiner langen Verletzung. Die Youth League als Chance zu mehr Spielpraxis: Der FC und Niang nutzten das Highlight-Spiel im doppelten Sinne.
„Abgesehen vom Ergebnis war es für mich das erste Mal seit meiner Verletzung, dass ich mehr als eine Halbzeit gespielt habe“, sagte der 19-Jährige nach der Partie. „Das war für mich der nächste Step in Richtung Spielzeit.“ Weitere Ziele will sich der Rechtsfuß zunächst nicht setzen, sondern erst einmal gesund bleiben. „Ich versuche das Maximale aus mir herauszuholen und schaue dann, wo ich lande.“
Niang kannte die Kulisse in Müngersdorf schon
Bei den Profis wird er in jedem Fall bleiben. Der FC will Niang als weitere Option im Angriff aufbauen. Dazu zählte auch, dass der variable Stürmer am Mittwoch gegen Inter die noch unerfahreneren Spieler an die Hand nehmen sollte. Schließlich durfte Niang gegen den FC Bayern München und den VfL Wolfsburg schon zweimal in der Bundesliga in der Schlussphase vor dieser Kulisse spielen.
„Ruthe hat uns gesagt, dass wir schon eine gewisse Verantwortung haben, weil wir die einzigen Spieler waren, die das Gefühl schon kannten“, sagte Niang über die Anforderungen, die U19-Trainer Stefan Ruthenbeck an Fynn Schenten und ihn gestellt hatte. „Er hat uns gesagt, dass wir die anderen Jungs mitnehmen müssen. Wir haben versucht etwas Ruhe auszustrahlen, damit die anderen ihr Spiel machen können.“ Am Ende wurde es zwar nicht mit einem Sieg belohnt, sehr wohl aber mit wertvoller Erfahrung auf dem Weg zum Profi.







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