Der 1. FC Köln meldet sich im Abstiegskampf zurück. Der Bundesliga-Aufsteiger muss sich schnell bewusst werden, dass es mit Leistungen wie in Augsburg nicht ansatzweise reichen wird. Auch der Trainer ist gefragt.
Ein Kommentar von Marc L. Merten
Die Leistung des 1. FC Köln beim FC Augsburg war einfach nicht gut genug. Von der ersten bis zur letzten Minute. Die Geißböcke wirkten von Beginn an nicht so griffig wie die selbstbewussten Gastgeber, lieferten einen fahrigen Auftritt ab, zeigten spielerische große Schwächen und waren erst in der Schlussphase in der Lage, so etwas wie Druck auf das gegnerische Tor auszuüben.
Bislang konnte sich der FC eine große Stärke zurechnen: Gegen die Mannschaften auf dem direkten Tabellenumfeld gab es bislang praktisch keine Niederlagen. Einzig Mönchengladbach und Union in der Hinrunde waren ärgerliche Pleiten, wenn man auf die Kader-Stärke schaute. Nun kommt mit Augsburg die nächste hinzu. Zu einem höchst ungünstigen Zeitpunkt.
Fans machen ihrem Unmut Luft
Vier Spiele bestritt der FC im Februar, keines gewann er. Ein Punkt aus diesen vier Partien ist die gefährlich schlechte Bilanz einer Mannschaft, die pünktlich zur Bundesliga-Crunchtime wieder in die Krise schlittert. Können die Geißböcke diesem Strudel entkommen? Erst einmal heißt es abwarten und die Konkurrenz beobachten. Doch am Ende des 24. Spieltags wird der FC wohl erneut Punkte auf die hinteren Tabellenplätze verloren haben.
Schon wieder hat der FC einen beruhigenden Vorsprung verspielt. Von den beiden Heimsiegen gegen Mainz und Wolfsburg aus dem Januar ist nichts mehr da. Stattdessen ist zum Frühlingsbeginn wieder Krisenstimmung angesagt. Die Fans machten in Augsburg ihrem Unmut Luft. Die Stimmung ist angespannt. Lukas Kwasniok steht im Mittelpunkt der Kritik. Der Trainer muss Antworten liefern.
Der 1. FC Köln muss jetzt Tacheles reden
Augsburg wusste den Geißböcken mit einfachsten Mitteln den Stecker zu ziehen. Der FCA überließ dem FC einfach den Ball, in dem Wissen, dass die Mannen in Rot damit nur wenig würden anzufangen wissen. Spielerische Armut, und das nicht erst im letzten Drittel auf dem Platz. Keine Torgefahr, viele technische Fehler, dazu einige Spieler, die hohe Ansprüche formulieren, aber davon schon länger nichts mehr auf den Platz bringen.
Der FC muss jetzt intern Tacheles reden. Wer seit fast fünf Monaten auswärts sieglos ist, muss sich nicht wundern, wenn die Abstiegsplätze immer näher rücken. Vor der Länderspielpause kommen entscheidende Wochen. Noch ist die Lage nicht dramatisch, aber sie ist sehr ernst. Alle Verantwortlichen und Spieler sind gefordert. Denn dem FC helfen nur noch Punkte – egal, gegen wen.







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