Duo mit Nachtschichten auf dem Laufband: „Der Geist, den sie verbreiten“

Kristoffer Lund war gegen Wolfsburg am Ende seiner Kräfte. (Foto: Bucco)
Kristoffer Lund war gegen Wolfsburg am Ende seiner Kräfte. (Foto: Bucco)

Kristoffer Lund hat gegen den VfL Wolfsburg eines seiner besten Spiele für den 1. FC Köln gezeigt. Trainer Lukas Kwasniok verriet nach der Partie das Geheimnis der Athletik des Linksverteidigers.

In 19 von 20 möglichen Bundesliga-Spielen stand Kristoffer Lund in dieser Saison beim 1. FC Köln auf dem Platz. 13 Mal durfte der US-amerikanische Däne dabei von Beginn an starten. Zwischenzeitlich hatte die Leihgabe aus Palermo jedoch mit Formschwankungen zu kämpfen. Im Herbst machte der Linksverteidiger insbesondere im Derby gegen Gladbach und anschließend gegen Eintracht Frankfurt keine gute Figur. Inzwischen scheint sich Lund jedoch aus seinem Tief heraus gekämpft zu haben.

Die Partie gegen den VfL Wolfsburg war dabei das wohl beste Spiel seit langem für den Abwehrspieler (GEISSBLOG-Note 1,5). Lund rieb sich auf, schaltete sich immer wieder mit in die Offensive ein und schmiss sich bis zum Umfallen in jeden Zweikampf und Schuss der Wolfsburger. In der 86. Minute ging Lund schließlich völlig ausgepumpt und mit Krämpfen für Rav van den Berg vom Feld.

Extra-Schichten nach Auswärtsspielen

„Wir haben ihn aus der Serie B geholt und wussten, dass er das Herz am richtigen Fleck hat und ein brutaler Arbeiter ist“, sagte Lukas Kwasniok nach dem knappen 1:0-Sieg am Freitagabend. Schon mehrfach war dabei aus dem Geißbockheim zu hören, dass Lund zu den athletischsten und fleißigsten FC-Profis zählt. Das bestätigte auch der FC-Trainer noch einmal mit einem eindrucksvollen Beispiel: „Es gab Phasen, da ist er nach Auswärtsspielen spät abends mit Ragnar Ache noch aufs Laufband gegangen. Das ist seine Arbeitseinstellung. Das ist der Geist, den sie in der Mannschaft verbreiten.“

Das ist der Sinn im Fußball und im Leben: Widerstände zu überwinden und sich zu belohnen.

lukas kwasniok

Speziell Kwasniok ist ein Trainer, der seinen Spielern bei Fleiß und unbedingtem Willen auch mal die ein oder andere fußballerische Schwäche verzeiht. „Auch wenn nicht alles perfekt läuft, freut es mich, dass sie kleinen Fortschritte machen. Das ist der Sinn im Fußball und im Leben: Widerstände zu überwinden und sich zu belohnen. Deswegen freut es mich für ihn, dass er besser wird.“

Die Aufopferungsbereitschaft war Lund dabei in noch keinem Spiel abzusprechen. Im Defensivverhalten und mit Ball am Fuß hatte und hat die Leihgabe jedoch noch Luft nach oben. Nach seinem überzeugenden Auftritt nach seiner Einwechslung zur zweiten Halbzeit gegen Mainz 05 durfte Lund aber zuletzt wieder zweimal in Folge von Beginn an ran. Und der Abwehrspieler dankte es diesmal nicht nur mit Kampf und Wille, sondern auch mit überzeugenden Leistungen im Spiel.

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

Willkommen im Kommentarbereich des GEISSBLOG!
Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
31 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertete