Erst am Deadline Day hat der 1. FC Köln Mittelfeld-Talent Felipe Chavez vom FC Bayern München verpflichtet. Warum sich der Youngster erst mal gedulden muss, erklärt FC-Trainer Lukas Kwasniok vor dem Bundesliga-Topspiel beim VfB Stuttgart.
Es war eine durchaus überraschende Transfer-Nachricht am Deadlinde Day: Kurz vor Toreschluss hat der 1. FC Köln Mittelfeld-Youngster Felipe Chavez vom FC Bayern München als Winter-Leihe präsentiert – eine Kaufoption für den Peruaner zum Saisonende wurde ebenfalls im Deal verankert.
Beim knappen und ärgerlichen 1:2 gegen Leipzig feierte der Techniker jüngst sein Debüt im Köln-Trikot, wurde in der 90. Minute für Jan Thielmann eingewechselt. Wirkliche Impulse konnte Chavez dann aber – verständlicherweise – nicht mehr setzen (der GEISSBLOG berichtete).
FC-Youngster Chavez weiter im Wartestand
Auch in Stuttgart (Samstag, 18.30 Uhr) wird sich Chavez – trotz des Ausfalls von Isak Johannesson – vorerst wieder mit der Rolle des Ergänzungsspielers zufriedengeben müssen. Denn FC-Trainer Lukas Kwasniok sieht gegen den Europapokal-Teilnehmer andere Qualitäten gefordert, als sie der Youngster mitbringt.
„Wir müssen in allererster Linie mit Physis und kämpferischen Elementen gegen die Besten dagegenhalten. Wenn du die Elemente nicht ins Spiel bringen kannst, hast du gegen die Besten keine Chancen“, erklärt Kwasniok vielsagend. Der FC-Coach betont weiter: „Fußball ist ein physischer Sport. Es gibt zwei Möglichkeiten, die Physis zu brechen: mit noch mehr Physis, um irgendwann auf Augenhöhe zu sein, oder fußballerisch.“
Bayern-Verpflichtung Chavez hat „weiten Prozess“ vor sich
Bei letzterem könnte Chavez, der im FC-Mittelfeld vor allem für kreative Impulse sorgen soll, helfen. Kwasniok erklärt jedoch: „Das ist ein weiter Prozess, an dem wir arbeiten. Das passiert nicht innerhalb von einer Woche.“ Noch ist also viel Physis gefragt, und in diesem Bereich hat der 18-Jährige noch Nachholbedarf
Gegen die direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt sieht Kwasniok den jungen Peruaner mit seinen technischen Fähigkeiten dann schon eher als Waffe. Beispielsweise gegen Augsburg, wo der FC in zwei Wochen (Freitag, 27. Februar, 20.30 Uhr) gastiert. „Gegen Mannschaften auf Augenhöhe ist er mehr gefragt“, so der Trainer.
Wenn es gegen die Schwergewichte wie jetzt Stuttgart oder nächste Woche Hoffenheim geht, soll Chavez aber erst mal zuschauen – und im besten Fall lernen. „Gegen Stuttgart und gegen Hoffenheim brauchst du erst mal andere Kaliber“, so Kwasnioks unmissverständliche Ansage.








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