„Punkt wäre Gold wert gewesen“: FC kann große Chance nicht nutzen

Ein enttäuschter Marvin Schwäbe nach dem Spiel in Stuttgart. (Foto: IMAGO / Sportfoto Rudel)
Ein enttäuschter Marvin Schwäbe nach dem Spiel in Stuttgart. (Foto: IMAGO / Sportfoto Rudel)

Der 1. FC Köln hatte gegen den VfB Stuttgart die große Chance, die Patzer der Konkurrenz zu nutzen. Wenige Stunden vor dem eigenen Spiel spielten fast alle anderen Mannschaften im Tabellenkeller für die Kölner.

Das Gute aus Sicht des 1. FC Köln: Die elfte Saisonniederlage beim VfB Stuttgart hat tabellarisch keine direkten Auswirkungen. Zwar ist der Hamburger SV mit seinem 3:2-Heimsieg über Union Berlin am Mit-Aufsteiger vorbeigezogen und liegt nun zwei Zähler vor dem FC. Darüber hinaus konnte jedoch keine Mannschaft von hinten näher an die Kölner heranrücken.

Das Schlechte jedoch: Durch die Ergebnisse vom Samstagnachmittag hatte der FC die große Chance, Big Points im Abstiegskampf zu sammeln und sich noch weiter von der gefährlichen Zone abzusetzen. Der FC St. Pauli (0:4 in Leverkusen), Werder Bremen (0:3 gegen den FC Bayern) und Borussia Mönchengladbach (0:3 in Frankfurt) verloren allesamt deutlich, was dem FC auch mit Blick auf das Torverhältnis gefallen haben dürfte. Bereits am Freitagabend hatte Mainz 05 in Dortmund mit 0:4 eine deutliche Pleite hinnehmen müssen.

Kwasniok sieht lieber „das Große und Ganze“

Mit einem Sieg in Stuttgart hätte der FC seinen Vorsprung auf den Relegationsplatz, auf dem aktuell Werder Bremen steht, also auf sieben Punkte vergrößern können. Auf St. Pauli, die derzeit auf Rang 17 liegen, sogar auf neun Zähler. Am Ende musste sich der FC jedoch ebenfalls geschlagen geben und konnte die Pleiten der Konkurrenz nicht bestrafen. „Die anderen Ergebnisse hätten wir heute nutzen können. Da wäre alleine schon der Punkt heute Gold wert gewesen“, sagte auch ein enttäuschter Marvin Schwäbe.

Lukas Kwasniok sah die Situation derweil ein wenig gelassener. Statt die Tabelle nach 22 Spieltagen zu bewerten, hat der Trainer lieber „das Große und Ganze“ im Blick. Dabei sei es „nichts ungewöhnliches“, sich „als Aufsteiger und als 1. FC Köln im Rennen um den Klassenerhalt zu befinden“. Schon vor einigen Wochen hatte Kwasniok die Vermutung geäußert, ungefähr zehn Siege für den Ligaverbleib zu benötigen. Aktuell steht der FC bei sechs. „Ich bleibe dabei, dass du ungefähr zwischen 32 und 35 Punkte brauchst“, wiederholte der Trainer sein erstes Ziel für diese Saison.

Am Sonntag spielten dann auch noch die übrigen Konkurrenten für den FC – zumindest mehr oder weniger. Augsburg setzte sich im direkten Duell gegen Schlusslicht Heidenheim mit 1:0 durch. Während sich die Fuggerstädter damit mit 25 Punkten am FC vorbeischoben, bleibt der Vorsprung auf Heidenheim bei zehn Zählern. Darüber hinaus kam der VfL Wolfsburg trotz zweifacher Führung gegen RB Leipzig nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus. So wird man beim 1. FC Köln wohl oder übel mit gemischten Gefühlen auf den Ausgang des 22. Spieltages blicken.

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

Willkommen im Kommentarbereich des GEISSBLOG!
Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
65 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertete