Trainer-Aus „nur Randnotiz“ – Ilzer stärkt Kwasniok in FC-Debatte

Lukas Kwasniok und Christian Ilzer beim Hinspiel. (Foto: IMAGO / Passion2Press)
Lukas Kwasniok und Christian Ilzer beim Hinspiel. (Foto: IMAGO / Passion2Press)

Seit der Hinspiel-Niederlage gegen den 1. FC Köln schwebt die TSG Hoffenheim auf einer Erfolgswelle. Trainer Christian Ilzer sieht seine Mannschaft dennoch nicht in der Favoritenrolle und lobt stattdessen Lukas Kwasniok für den Umgang mit Said El Mala.

Ohne Tim Lemperle (der GEISSBLOG berichtete) und auch ohne Rachegelüste tritt die TSG Hoffenheim am Samstagnachmittag beim 1. FC Köln an. „Es ist nicht unser Zugang, offene Rechnungen zu begleichen“, sagt Trainer Christian Ilzer im Rückblick auf das 0:1 im Hinspiel und betrachtet diese Pleite als Teil der positiven Entwicklung seiner TSG Hoffenheim: „Manchmal nimmt man aus Niederlagen mehr mit als aus Siegen. Die Niederlage aus dem Hinspiel haben wir gut reflektiert.“

Tatsächlich entwickelten sich die Hoffenheimer nach der Partie am 3. Oktober rasant zu einem Champions-League-Aspiranten. Auf das 0:1 gegen den FC folgten vier Siege in Serie, überhaupt verloren die Kraichgauer bis heute nur noch gegen Borussia Dortmund und den FC Bayern München – was sie im RheinEnergieStadion zum klaren Favoriten macht. Oder?

Ilzer: „Es gibt keinen Favoriten“

Ilzer sieht das ein wenig anders. „Köln auswärts ist immer eine große Herausforderung – egal, welche Mannschaft du bist. Da gibt es keinen Favoriten, das ist ein offenes Spiel“, betont der Österreicher und verweist auf die Analysen seines Trainerteams: „Wir haben uns die Kölner Heimspiele angeguckt, alle Partien waren ausgeglichen. Das ist eine Mannschaft, die nicht die Ergebnisse einfährt, die sie sich verdient. Ihre Leistungen sind durch die Bank sehr gut. Dennoch fahren wir dorthin, um zu überzeugen. Wir wollen in allen Bereichen funktionieren.“

Ein Bereich, in dem der FC schon die ganze Saison über verwundbar ist, sind die Standardsituationen. Dass mit Hannes Dold zuletzt der hierfür zuständige Co-Trainer von seinen Aufgaben entbunden wurde, hat Ilzer mitbekommen. Eine wirkliche Rolle spielt es für ihn aber nicht: „Das sind ganz normale Prozesse, die eine Mannschaft durchführt, die aufgrund interner Analysen und Erkenntnisse umgesetzt werden. Aber das sind nicht unsere Themen. Wir bereiten uns auf einen Gegner vor, der uns kein einfaches Spiel ermöglichen wird. Das ist unser Fokus, alles andere sind nur Randnotizen.“

Ilzer lobt Kwasniok für Umgang mit El Mala

Intensiver beschäftigen dürfte sich Ilzer mit Said El Mala, der im Hinspiel mit einem traumhaften Solo das entscheidende 1:0 erzielt hatte. Aktuell allerdings wartet der Kölner Top-Torjäger seit sechs Partien auf ein Erfolgserlebnis. Dass Lukas Kwasniok den Youngster mehrheitlich als Joker bringt, anstatt ihn immer beginnen zu lassen, wird zunehmend zum Reizthema.

Auch das ist Ilzer nicht entgangen. „Er muss sich immer verteidigen und rechtfertigen. Aus meiner Sicht gehen sie aber sehr gut mit der Personalie um“, lobt der TSG-Coach den FC-Trainer für die Herangehensweise bei El Mala. „Es gilt, ein großes Talent Schritt für Schritt zu begleiten und an sein Top-Level heranzuführen. Ich finde, sie machen das sehr gut.“ Rund ums Geißbockheim sieht das nicht jeder Fan so.

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