Die Bundesliga-Frauen des 1. FC Köln sind nach der bitteren Derby-Niederlage bei Bayer Leverkusen auswärts bei Union Berlin gefordert. Zeigt Britta Carlsons Team am Freitagabend in der Hauptstadt eine Reaktion?
An dieser Schlappe hatten die Frauen des 1. FC Köln sicherlich ordentlich zu knabbern: Mit 1:2 unterlagen Trainerin Britta Carlson und ihr Team am vergangenen Freitagabend im rheinischen Duell bei Bayer Leverkusen. Weil der FC – wieder einmal – zu wenig aus seinen Torchancen machte, herrschte anschließend Derby-Frust statt Karnevals-Lust.
Die Möglichkeit zur Wiedergutmachung bietet sich direkt wieder am Freitagabend (18.30 Uhr). Doch die kommende Bundesliga-Aufgabe dürfte ebenfalls knifflig werden: Denn Carlson und ihre Truppe müssen beim Aufsteiger Union Berlin an der Alten Försterei antreten.
FC-Frauen wollen Reaktion nach Derby-Pleite zeigen
Schon im Hinspiel Mitte Oktober vergangenen Jahres hatten die Berlinerinnen dem FC das Leben ausgesprochen schwer gemacht. Nach Rückstand sorgten Laura Vogt und Torjägerin Sandra Maria Jessen noch für einen knappen 2:1-Heimerfolg im Franz-Kremer-Stadion.
Nun gehen die Unionerinnen nicht nur mit dem Revanche-Gedanken ins Spiel, sondern können auch im neuen Jahr auch auf durchaus eine solide Punkte-Ausbeute verweisen: So sammelte das Team von Trainerin Ailien Poese vier Zähler aus vier Partien ein, verlor vor zwei Wochen zwar zu Hause unnötig gegen Kellerkind Jena (1:2), erkämpfte sich zuletzt aber ein beachtliches 1:1 in Freiburg. Mit bislang 19 Punkten rangieren die „eisernen“ Kickerinnen aktuell auf Platz zehn, acht Zähler beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.
FC-Gegner Union: Kein „normaler“ Aufsteiger
Berlin also im Soll – wenngleich die Köpenickerinnen nicht als „normaler Aufsteiger“ gelten. Schon vor der Saison waren diverse hochkarätige Verstärkungen an Land gezogen worden, in der Winterpause wurde dann vierfach nachgelegt: Es kamen sowohl die Norwegerin Silje Helgesen (Stabæk), die Belgierin Amber Tysiak (West Ham United) und die Schweizerin Lia Kamber (FC Basel) für die Defensive, allesamt Spielerinnen, die sich nicht jeder Bundesligist leisten kann. Julia Kassen (Jena) stieß zudem als Ersatz-Keeperin zum Team. Angesichts der üppigen und internationalen Investitionen dürfte sich der eine oder andere Fan in der Hauptstadt womöglich sogar etwas mehr erhofft haben.
Wir freuen uns darauf, bei Union zu spielen, in einem tollen Stadion vor vielen Fans – das hat richtig Fußballatmosphäre.
Britta Carlson
Union-Trainerin Poese betont jedenfalls, dass sie und ihre Truppe die Gäste aus dem Rheinland ärgern wollen: „Köln ist eine aggressive und angriffsstarke Mannschaft, die sich im Laufe der Saison sehr stabilisiert hat.“ Aber die langjährige Spielerin der Eisernen schiebt nach: „Wir wollen dem geschlossen und intensiv entgegentreten, um auch eigene Situationen zu schaffen, in denen wir gefährlich sein können.“
Auch Britta Carlson blickt der Partie in Berlin mit Vorfreude entgegen: „Wir freuen uns darauf, bei Union zu spielen, in einem tollen Stadion vor vielen Fans – das hat richtig Fußballatmosphäre.“ Am klaren Ziel für ihre Truppe lässt die FC-Trainerin aber keinen Zweifel: „Union hat einen sehr guten Kader und sie haben sich im Winter noch einmal verstärkt. Auch wenn es eine schwere Aufgabe wird, wollen wir dieses Mal gegen Union wieder drei Punkte holen. “







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