Eric Martel und der 1. FC Köln sprechen über eine gemeinsame Zukunft. Wie realistisch ist eine Vertragsverlängerung? Und spielt die unklare Zukunft eine Rolle im Kopf des 23-Jährigen?
Im Sommer 2025 galt als sicher, dass der 1. FC Köln alles versuchen werde, Eric Martel zu einer Vertragsverlängerung zu bewegen. Knapp acht Monate später hat sich die Situation verändert. Der 23-Jährige sucht seine Form genauso wie attraktive Angebote anderer Clubs. Der FC wiederum sucht nach Alternativen für den ehemaligen Kapitän der deutschen U21-Nationalmannschaft.
Dennoch sprechen Martel und der FC dem Vernehmen nach nun immerhin wieder. Lange war es ruhig geblieben zwischen den beiden Parteien – die Geißböcke hätten nichts gegen einen Austausch gehabt, doch von der Spielerseits rund um Berater Michael Reschke hatte es keine Anzeichen gegeben, dass Bedarf für Vertragsgespräche gebe.
Eric Martel: Vertragsgespräche ja, unersetzlich nein
Beim FC stieß sauer auf, dass Reschke sich lieber öffentlich mehrfach äußerte, Martel anpries und betonte, der Spieler wolle sich sportlich weiterentwickeln. Bei der Spielerseite stieß hingegen sauer auf, dass aus dem FC vermehrt zu hören war, dass genau diese sportliche Weiterentwicklung bei Martel auf dem Rasen nicht im gewünschten Maß zu sehen gewesen sei.
Und auch in den letzten Wochen suchte Martel weiter seine Form, konnte beim FC nur selten stabile Leistungen abliefern. Immerhin: Nach dem Bank-Platz in Freiburg gehörte er in den letzten drei Spielen wieder zur Startelf. Dennoch: Martel wird beim FC nicht mehr als unersetzlicher Leistungsträger eingestuft, was seine Verhandlungsposition bei den Geißböcken nicht verbessert.
Was Kwasniok von Martel beim 1. FC Köln fordert
Trainer Lukas Kwasniok machte am Donnerstag vor dem Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim klar, dass der zentrale Defensivspieler verständlicherweise mehr als nur das nächste Spiel im Kopf habe. „Fußballer treibt neben dem nächsten Spiel am meisten die eigene Zukunft um. Nicht, weil du Existenzängste hast, sondern weil du überlegst, welcher Schritt der richtige ist“, sagte Kwasniok. „Und wenn du ein organisierter und strukturierter Mensch bist wie Eric, beschäftigt dich das ein wenig. Das ist nicht von der Hand zu weisen.“
Kwasniok wünscht sich daher für die kommenden Wochen der Fokus auf das Wesentliche. „Da hilft nur eines: den gleichen Einsatz an den Tag legen wie vorher“, sagte Kwasniok. „Solange er das tut, werde ich ihn weiter einsetzen und schützen.“ Martel konnte sich in dieser Hinsicht praktisch nie etwas vorwerfen lassen beim FC. Und so dürfte der 23-Jährige auch in den kommenden Wochen zum Kern der Mannschaft gehören. Was nicht bedeutet, dass die Vertragsgespräche positiv ausfallen werden. Denn beim FC fährt man längst zweigleisig und offenbar ist nicht mehr bereit, Martel in Köln zum Topverdiener zu machen.







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