60-Millionen-Preisschild: Stürzt dieser „Gamechanger“ den FC in die Abstiegszone?

Luka Vuskovic im Zweikampf mit Marius Bülter. (Foto: IMAGO / Brauer-Fotoagentur)
Luka Vuskovic im Zweikampf mit Marius Bülter. (Foto: IMAGO / Brauer-Fotoagentur)

Aktuell gehört er wohl zu den heißesten Aktien auf dem europäischen Transfermarkt: Hamburgs Luka Vuskovic ist einer der Stars dieser Bundesliga-Saison und wird bereits mit zahlreichen Top-Clubs in Verbindung gebracht. Zuvor könnte er dem 1. FC Köln wehtun.

Er zählt genau wie Said El Mala zu den absoluten Shootingstars dieser Saison: Der erst 19-jährige Luka Vuskovic hat sich beim Hamburger SV im Eiltempo zum Anführer, Abwehrchef und sogar besten Torjäger aufgeschwungen. Beim Kicker ist er derzeit der notenbeste Feldspieler aller Bundesliga-Clubs jenseits der Europapokal-Ränge. Wird der Kroate am Samstagabend auch für den 1. FC Köln zum Problem?

Lukas Kwasnioks Respekt ist jedenfalls groß. Dass sich der HSV nach einem schwierigen Saisonstart stabilisiert hat, liegt für den FC-Trainer nicht zuletzt an Tottenham-Leihgabe Vuskovic, der genau wie Fabio Vieira (Leihe von Arsenal) und Albert Sambi Lokonga (für 300.000 Euro von Arsenal) erst auf der Zielgeraden der Sommer-Transferperiode aus der Premier League verpflichtet wurde.

Kwasniok: HSV hat „echt zugeschlagen“

„Sie haben relativ spät noch einiges gemacht. Dadurch haben die Jungs ein bisschen gebraucht“, sagt Kwasniok und meint: „Es ist keine Überraschung, dass sich der HSV mit guter, kontinuierlicher Arbeit, da unten herausgearbeitet hat. Weil sie da echt zugeschlagen haben mit Vieira, Lokonga und vor allem Vuskovic, der für sie einfach ein Gamechanger ist.“

Der Innenverteidiger, der bereits fünf Bundesliga-Treffer erzielt hat, schraubte seinen Marktwert in den vergangenen Monaten auf 40 Millionen Euro hoch – genau wie Said El Mala. Vuskovic wird bereits mit Bayern, Barcelona und weiteren europäischen Top-Clubs in Verbindung gebracht. Wer auch immer ihn von Stammverein Tottenham verpflichten will, muss tief in die Tasche greifen. Die Londoner verlangen für Vuskovic dem Vernehmen nach mindestens 60 Millionen Euro.

Auch aufgrund der Topform des Youngsters, der die Hanseaten anführt, als wäre er bereits ein alter Hase, sagt Kwasniok im Vergleich zum Hinspiel: „Die Vorzeichen haben sich ein wenig geändert.“ In der Hinrunde kletterte der FC mit einem 4:1-Sieg gegen den HSV auf Rang sieben und distanzierte die Rothosen auf sechs Punkte. Inzwischen hat Hamburg fünf Zähler Vorsprung auf den FC.

„Samstagabend in Hamburg, was willst du mehr?

„Aber“, sagt Kwasniok, „ich glaube, dass wir sehr wohl in der Lage sind, dort zu bestehen – wohlwissend um die Qualitäten des HSV, vor allem in der Rotation ihrer Spielanlage.“ Hinzu komme „eine defensive Kompaktheit, die es einfach schwer macht, sie zu bespielen“.

Obwohl er massiv unter Druck steht, dem FC bei einer Niederlage Platz 16 droht, betont der Trainer: „Ich freue mich unheimlich auf dieses Spiel. Das ist alles viel schöner als ein Testspiel gegen Siegburg – oder wen auch immer. Das sind die ersten, die mir eingefallen sind.“ Womit Kwasniok gewiss weniger Siegburg diskreditieren als die Besonderheit des Traditionsduells hervorheben will: „Ein Samstagabend-Spiel in Hamburg, was willst du mehr? Wir freuen uns drauf.“

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