Legendäre Nummer und weitere Chancen für Kwasnioks dritten Debütanten?

Cenny Neumann bei seinem Debüt gegen den BVB. (Foto: IMAGO / Chai v.d. Laage)
Cenny Neumann bei seinem Debüt gegen den BVB. (Foto: IMAGO / Chai v.d. Laage)

Cenny Neumann hat gegen Borussia Dortmund sein Bundesliga-Debüt gefeiert – als dritter Nachwuchsspieler in dieser Saison, nach Fynn Schenten und Youssoupha Niang. Aufgrund der erneuten Verletzung von Alessio Castro-Montes könnte der Youngster weitere Chancen bei den Profis erhalten.

Wer mit dieser Nummer debütiert, der sorgt für Erinnerungen. Cenny Neumann trug bei seiner Profi-Premiere für den 1. FC Köln die 36 auf dem Rücken – genau wie Lukas Podolski und Jonas Hector, die beiden größten Legenden der jüngeren Vereinsgeschichte.

Wobei die Nummer ihren Trägern zuletzt nicht mehr wirklich Glück brachte: Meiko Sponsel, Meiko Wäschenbach, Niklas Hauptmann, Brady Scott – sie konnten sich allesamt nicht am Geißbockheim durchsetzen. Neumann könnte diese Serie durchbrechen, Lukas Kwasniok jedenfalls traut es ihm zu.

Neumann „für sein Alter schon sehr weit“

„Cenny macht echt einen guten Eindruck“, lobte der Profi-Trainer bereits im Dezember und wünschte sich auch wegen des Talents keinen neuen Rechtsverteidiger. U21-Coach Evangelos Sbonias, bei dem Neumann in dieser Saison vornehmlich zum Einsatz kam, erklärte gegenüber dem GEISSBLOG: „Er spielt sehr erwachsen für sein junges Alter, macht sehr wenige Fehler, kann gute Intensitäten gehen, ist klar in seinem Spiel und setzt Anweisungen von außen sehr schnell um. Cenny ist für sein Alter schon sehr weit.“

Am Samstagabend bei seinem Bundesliga-Debüt gegen den BVB war Neumann Teil eines Dreierwechsels, kam kurz vor Ende der regulären Spielzeit gemeinsam mit den beiden Routiniers Dominique Heintz und Marius Bülter in die Partie. Er lieferte beherzte Schlussminuten ab, tauchte sogar einmal gefährlich im Dortmunder Strafraum auf. Seinen Willen bewies Neumann auch, als er sich nach Jakub Kaminskis Anschlusstreffer den Ball schnappte, um diesen möglichst schnell wieder zum Anstoßpunkt zu transportieren.

Auch wenn sein Debüt kein „erfolgreiches Ende“ fand, zeigte sich der 19-Jährige auf Instagram „dankbar für jeden, der mich unterstützt hat“ und kündigte an: „Wir machen weiter.“ Für Neumann könnte es angesichts der verlängerten Verletzungspause von Alessio Castro-Montes tatsächlich noch weitere Chancen als Rechtsverteidiger-Alternative geben. Abzuwarten gilt es, wie fit Sebastian Sebulonsen ist und ob der Norweger aufgrund der Ausfälle von Jahmai Simpson-Pusey (Sperre) und Joel Schmied (Muskelverletzung) noch mal in der Innenverteidigung benötigt wird.

In jedem Fall scheint sich Neumann im Eiltempo zu einem Beispiel für einen geglückten Nachwuchstransfer zu entwickeln. Erst im vergangenen Sommer wechselte der gebürtige Chemnitzer aus dem Nachwuchs von RB Leipzig, wo er Stammspieler bei der U19 war, ans Geißbockheim. Neumann musste sich zunächst noch von einer Verletzung auskurieren, setzte sich dann aber fix bei der U21 in der Regionalliga West durch. „Wir trauen Cenny zu, sehr schnell Seniorenfußball spielen zu können“, sagte Lukas Berg schon bei Neumanns Verpflichtung. Und der Technische Direktor des FC behielt Recht.

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