Geht der 1. FC Köln mit einem neuen Trainer in den Saisonendspurt? Thomas Kessler hat Lukas Kwasnioks Zukunft nach dem Derby offengelassen. Das sagt Kwasniok selbst.
War das Lukas Kwasnioks letzte Pressekonferenz als Trainer des 1. FC Köln? Sportchef Thomas Kessler vermied nach dem 3:3 gegen Borussia Mönchengladbach ein Bekenntnis zum Trainer (der GEISSBLOG berichtete). Kwasniok selbst aber kämpfte wie ein Löwe um seinen Job.
Trotz Kesslers ausweichenden Worten sprach der 44-Jährige auf dem PK-Podium im RheinEnergieStadion von einer „Einheit im Verein“. Diese sei nach wie vor existent. „Das ist, was ich spüre.“ Kwasniok wurde emotional, betonte: „Ich bin der richtige Mann am richtigen Ort mit der richtigen Mannschaft!“
Kwasniok: „Du musst erst mal einen finden“
Dass Kessler sich nicht zu ihm bekannte, nahm der Trainer nicht als Zeichen für eine bevorstehende Demission wahr. „Die Frage, die ich mir stelle, ist, ob Kess in den vergangenen Monaten etwas anderes gesagt hat. Seine Antwort ist eigentlich immer die gleiche.“ Nämlich, dass stetig analysiert werde. „Sie wissen um meine Qualitäten und ich weiß um den tollen Job, den ich habe“, so Kwasniok.
Zu „100 Prozent“ spüre er die nötige Rückendeckung. „Ich habe nichts Gegenteiliges in den vergangenen Wochen gehört, auch wenn völlig anders darüber berichtet wird. Nach innen ist das nicht der Fall. Sonst würde die Mannschaft doch nicht so performen, wie sie performt.“
Was aus seiner Sicht für ihn spricht, ist der Glaube an die Spieler. Kwasniok: „Das Wichtigste ist die Überzeugung von dem Kollegen, der vor der Mannschaft steht. Du musst erst mal einen finden, der mehr Überzeugung in sich trägt. Ich werde mit allem, was ich habe, um diesen Job kämpfen.“ Und zwar am Sonntag. Dann soll es zum entscheidenden Gespräch mit Kessler kommen. „Es gilt, die Situation ruhig und sachlich zu analysieren. Das werden wir am morgigen Tag tun“, bestätigte Kwasniok. Und das sei „das Normalste der Welt“.
Kessler: „Werden ergebnisoffen sprechen“
Sportchef Kessler hatte zuvor angekündigt: „Wir werden in aller Ruhe, sehr rational und ergebnisoffen über die Themen sprechen. Die Tabellensituation ist von Woche zu Woche prekärer und das Ziel ist klar, den 1. FC Köln in der Bundesliga zu halten.“ Es gehe jetzt darum, „in der Länderspielpause mal einen Schritt zurückzugehen und rational auf Dinge zu schauen“.
Kessler blickt auf „die Gesamt-Entwicklung“ und die sei, „dass wir immer näher an den Strich ranrücken“. Er merkte an: „Wir haben heute auch wieder gesehen, dass der Trainer die Mannschaft so einstellt, dass wir nach dem 0:1 schnell wieder zurückkommen konnten. Die Mannschaft wurde genauso eingestellt, dass sie mit diesen zwei Szenen erfolgreich sein konnte. Das hat mir gut gefallen. Am Ende gefällt mir aber vor allem eins: Der 1. FC Köln in der Bundesliga.“
Wir werden die nötigen Punkte einfahren. Die Mannschaft und meine Wenigkeit glauben zu 100 Prozent daran.
Lukas Kwasniok
Während Kessler den Punkt im Derby als „zu wenig“ einstufte, meinte Kwasniok indes: „Der Punkt bringt uns unserem Gesamtziel näher. Das ist und bleibt der Klassenerhalt im Mai. Bis dahin werden wir Vollgas geben.“ Zum wiederholten Male versprach er die Rettung: „Wir werden die nötigen Punkte einfahren. Die Mannschaft und meine Wenigkeit glauben zu 100 Prozent daran. Es bleibt ein Kampf bis zum Schluss.“ Doch glauben die Verantwortlichen noch an Kwasniok – oder ist für ihn schon jetzt Schluss?








Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!