Trotz des engagierten Auftritts gegen Borussia Dortmund: Mit der Krise des 1. FC Köln halten auch die Diskussionen um Lukas Kwasniok an. Kapitän Marvin Schwäbe stützt den Trainer und nimmt stattdessen die Mannschaft in die Pflicht.
Die Frage, ob diese vierte Niederlage in den vergangenen fünf Spielen Konsequenzen für Lukas Kwasniok haben könnte, stellte sich nach dem 1:2 des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund nicht. Zum einen hatte Sportchef Thomas Kessler seinem Trainer bereits vor Anpfiff eine Jobgarantie ausgesprochen (der GEISSBLOG berichtete). Zum anderen ließen die Geißböcke gegen den designierten Vizemeister keine Zweifel daran, dass sie es gemeinsam mit Kwasniok aus der Krise schaffen wollen.
Das galt für die Leistung auf dem Rasen, wo trotz einer Halbzeit in Unterzahl „eigentlich nur ein Eingriff aus Köln-Deutz gefehlt hat, um einen Punkt mitzunehmen“, wie Kessler mit Bezugnahme auf den nicht gepfiffenen Handelfmeter in der fünften Minute der Nachspielzeit kommentierte.
Schwäbe „will niemandem den Willen absprechen, aber…“
Das galt aber auch für die Aussagen nach Abpfiff. Kapitän Marvin Schwäbe beantwortete die Frage, ob es mit Kwasniok weitergehen solle, bei Sky stellvertretend für die Mannschaft mit: „Definitiv, für uns steht das jetzt gerade nicht zur Debatte.“
Statt des Trainers nahm der Torhüter vor den beiden wegweisenden Duellen mit dem Hamburger SV und Borussia Mönchengladbach die Mannschaft in die Pflicht: „Am Ende muss sich jeder erst mal an die eigene Nase fassen und gucken, ob er immer 100 Prozent gegeben hat, ob er komplett da ist. Ich will niemandem den Willen absprechen, aber natürlich sind wir im Leistungssport, wollen immer alles reinhauen – wollen aber auch Punkte holen.“
Jetzt kommen Mannschaften, wo wir auf Augenhöhe sind, wo wir die Punkte einfach holen müssen.
Marvin Schwäbe
Letzteres sollte in Hamburg und im Derby gelingen, ansonsten kann womöglich auch Fürsprecher Schwäbe dem Trainer nicht mehr helfen. „Jetzt kommen Mannschaften, wo wir auf Augenhöhe sind, wo wir einfach die Punkte holen müssen“, forderte der Kapitän am Samstagabend und wünschte sich in diesen „entscheidenden Wochen“ Zusammenhalt: „Jetzt heißt es, dass wir zusammenstehen. Jetzt heißt es, dass wir gemeinsam alles analysieren und weitere Schritte nach vorne gehen. Und das werden wir diese Woche genauso angehen.“
Tom Krauß ergänzte: „Wir haben versucht, alles auf dem Platz zu lassen, auch wenn es gegen Dortmund mit zehn Mann natürlich schwer war. Aber man sieht, dass die Mannschaft will. Deswegen ist das kein Thema.“ Mit „das“ meinte der emotionale Anführer eine Trainerdiskussion.








Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!