FC-Star verzeiht Kwasniok – und möchte „gerne“ in Köln bleiben

Jakub Kaminski beendete gegen Borussia Dortmund zuletzt seine Torlos-Serie. (Foto: IMAGO / Gabor Baumgarten)
Jakub Kaminski beendete gegen Borussia Dortmund zuletzt seine Torlos-Serie. (Foto: IMAGO / Gabor Baumgarten)

Seine Leihe im vergangenen Sommer war ein Glücksgriff: Jakub Kaminski hat sich beim 1. FC Köln sofort zum Leistungsträger und für Lukas Kwasniok wichtigsten Spieler entwickelt. Bleibt der Pole auch über das Saisonende hinaus? So denkt Kaminski über seine Zukunft und seine vielen Positionswechsel.

Eine dreieinhalbmonatige Durststrecke ist vorüber: Gegen Borussia Dortmund hat Jakub Kaminski erstmals seit Ende November wieder für den 1. FC Köln getroffen. „Ich habe lange Monate auf dieses Tor gewartet“, freut sich der 23-Jährige nach 13 Bundesliga-Spielen ohne Treffer – und will am Samstagabend in Hamburg direkt weitermachen: „Ich hoffe, jetzt kommt noch viel mehr.“

Kaminski demonstrierte gegen den BVB eindrucksvoll, wie wichtig er für den Angriff der Geißböcke ist. Über den gesamten Saisonverlauf hinweg zeigt sich: Mit dem Polen in der Offensivreihe holte der FC im Schnitt mehr als doppelt so viele Punkte (1,18 vs. 0,5) wie ohne ihn (der GEISSBLOG berichtete).

Kaminski doch „Wandervogel“

Doch aufgrund der Verletzungsmisere nutzte Lukas Kwasniok seinen laut eigener Aussage „besten Spieler“ immer wieder als Allzweckwaffe, ließ ihn mal auf der rechten, mal auf der linken Schiene oder als Sechser aushelfen. Abgesprochen war etwas anderes. Eigentlich hatte Kwasniok dem vom VfL Wolfsburg ausgeliehenen Nationalspieler versprochen, dass er endlich wieder konstant auf seiner Lieblingsposition als Linksaußen ran darf.

Der FC-Trainer entschuldigte sich zuletzt sogar öffentlich bei „Kuba“, sagte: „Ich muss Abbitte leisten. Er ist der erste Spieler, bei dem ich mich als Trainer nicht an dem messen lassen kann, was ich ihm versprochen habe.“ Anders als in Wolfsburg sollte Kaminski beim FC nicht mehr „als Wandervogel auf dem Feld unterwegs“ sein.

Kaminski: „Mache alles für Trainer und Verein“

Nimmt er Kwasnioks Entschuldigung an? Kaminski lachend: „Ja, klar!“ Der Schritt zum FC war für ihn trotz des geplatzten Trainer-Versprechens goldrichtig. „Die Saison ist super für mich. Ich habe alle 25 Spiele gemacht, spiele auch in der Nationalmannschaft und bin gesund. Ich spüre das Vertrauen des Trainers vom ersten Spieltag an bis jetzt.“ Deswegen ist seine Motivation ungebrochen: „Ich mache alles für den Trainer, für die Mannschaft und den Verein.“

Wobei er sich natürlich wünscht, nun in der Offensive bleiben zu dürfen: „Sechs, sieben Spieler waren verletzt und ich kann auf vielen Positionen spielen – aber am besten bin ich hinter dem Stürmer oder auf der linken Seite. Da kann ich für die Mannschaft der beste Kuba Kaminski sein. Ich hoffe, dass ich jetzt oft auf den vorderen Positionen spiele.“

Kaminski über seine Zukunft

Schon früh in der Saison hatte Kaminski offenbart, dass er sich sehr gut vorstellen könne, fest nach Köln zu wechseln – daran haben die vielen Positionswechsel nichts geändert. „Wir sprechen nach der Saison, nicht jetzt“, sagt der Pole zwar, schiebt aber nach, er sei vom FC „komplett überzeugt“. Seine Antwort auf die Frage, ob er bleiben wolle: „Ja, gerne!“

Die Geißböcke verfügen bekanntlich über eine Kaufoption, könnten sich Kaminskis Dienste für 5,5 Millionen Euro dauerhaft sichern. Wobei der Rechtsfuß anschließend eine Ausstiegsklausel besitzen soll (der GEISSBLOG berichtete). Dass der FC die Kaufoption im Falle des Klassenerhalts ziehen wird, gilt derweil als sicher. „Es ist nicht meine Entscheidung“, so Kaminski. Doch Thomas Kesslers Entscheidung sollte längst stehen.

Mit seinen bislang sechs Saisontreffern und zwei Vorlagen sowie enorm viel Fleiß hat Kaminski seinen Marktwert in die Höhe geschraubt, wird aktuell auf 12,5 Millionen Euro geschätzt. Die 5,5 Millionen Euro wären für einen Spieler seines Formats ein Schnäppchen.

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