Italien-Gerücht um U19-Talent – Wirbel in der Türkei um kölschen „Mbappe“

Die U19 des 1. FC Köln vor dem Spiel gegen Inter Mailand. (Foto: Bucco)
Die U19 des 1. FC Köln vor dem Spiel gegen Inter Mailand. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln sorgt in dieser Saison mit der U19 erneut für Aufsehen – auch international. Der Erfolg der Mannschaft von Stefan Ruthenbeck bringt mehrere FC-Talente ins Visier europäischer Clubs.

Als der 1. FC Köln in der Youth League gegen Inter Mailand vor 50.000 Zuschauern im RheinEnergieStadion nur knapp ausschied, war er einer der besten Kölner: David Fürst glänzte als Rechtsverteidiger. Das ist offenbar auch anderen italienischen Clubs nicht entgangen.

Wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, hat Juventus Turin den 18-Jährigen ins Visier genommen und bereits mehrfach beobachten lassen. Der Rechtsfuß, der in der U17 teils noch als Mittelstürmer aufgelaufen war, ehe er auf die Rechtsverteidiger-Position wanderte, gilt als offensivstarker Außenbahnspieler, der seine Zweikampfhärte auch schon in der Defensive unter Beweis gestellt hat.

Fürst und Neumann als Zukunft hinten rechts?

Brisant: Fürsts Vertrag läuft im Sommer aus. Der FC will den Youngster halten, der 2023 aus Düren kam und zuvor in der Jugend von Borussia Mönchengladbach spielte. Der 18-Jährige glänzte in dieser Saison auf allen Bühnen – ob in der Bundesliga, im DFB-Pokal oder in der Youth League. Trainer Stefan Ruthenbeck hält große Stücke auf den Youngster, der in der vergangenen Saison noch lange verletzt ausgefallen war.

In dieser Saison durfte er sich sogar schon im Training der Profis unter Ex-Trainer Lukas Kwasniok zeigen. Nach dem Youth-League-Spiel gegen Inter hatte der 44-Jährige erklärt, er habe mehrere vielversprechende Talente gesehen – und hatte dabei auch Fürst gemeint. Nun ist die Frage, wie es mit Fürst weitergeht: Der FC will ihn zusammen mit Cenny Neumann hinten rechts als Profi-Alternative aufbauen. Und dafür den Vertrag verlängern.

Türkische Medien schwärmen von Karadeniz

Ein anderes Talent aus der U19, das gerade auf sich aufmerksam macht, ist Thierry Karadeniz. Der 17-Jährige spielt seine erste A-Junioren-Saison und gehört unter Ruthenbeck noch nicht zum Stammpersonal. Doch der wendige und technisch versierte Youngster hat im Heimatland seines Vaters Anklang gefunden: Als türkischer U18-Nationalspieler erhielt er dieser Tage großes Lob in der Türkei.

Diverse türkische Medien berichteten zu Beginn der Länderspielpause über den Kölner, der 2024 von Viktoria Köln ans Geißbockheim gewechselt war. Ein Medium nannte ihn sogar den „türkischen Mbappé“ – und dürfte dem Talent damit wohl keinen Gefallen getan haben. Bereits im Winter gab es erste Gerüchte um einen potenziellen Wechsel des offensiven Außenbahnspielers in die Türkei. Auch sein Vertrag beim FC soll auslaufen. Bestätigt ist dies aber nicht.

FC will beide Talente halten

Doch beim 1. FC Köln laufen die Arbeiten und Vertragsgespräche auf Hochtouren. Die am Mittwoch bekannt gegebene Verlängerung mit Benjamin Ley soll nur der Anfang sein. Zu dieser Zeit im Jahr verlängern die Geißböcke in der Regel in kurzer Zeit mit zahlreichen Talenten und treiben die Kaderplanungen für die nächste Saison weit voran. Und so könnten auch Fürst und Karadeniz noch unterschreiben. Der FC jedenfalls will beide Spieler langfristig binden.

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