Mit der Trennung von Lukas Kwasniok und seinem Co-Trainer Frank Kaspari hat der 1. FC Köln einmal mehr einen personellen Umbruch vollzogen. Eine Rückkehr gibt es dennoch nicht – zumindest nicht für Hannes Dold.
Der frühere Standardtrainer wird auch unter dem neuen Cheftrainer René Wagner nicht mehr Teil des Trainerteams sein. Eine Entscheidung, die bereits im Februar gefallen war – und an der die Verantwortlichen auch jetzt festhalten.
Dabei war Dold erst im vergangenen Sommer intern aufgestiegen. Vom Analysten rückte er in den festen Trainerstab auf und übernahm dabei die Verantwortung für die Standard. Ein Bereich, der beim FC nach dem Abgang von Co-Trainer Thomas Hickersberger im vergangenen Sommer gezielt verbessert werden sollte. Schließlich gehören die Standards defensiv wie offensiv für einen Aufsteiger zu den wichtigsten Themen im Kampf um den Klassenerhalt.
Nachjustierung blieb ohne den erhofften Effekt
Die Realität sah jedoch anders aus. Über 40 Prozent der Gegentreffer kassierte der FC nach ruhenden Bällen, offensiv gelangen gerade einmal zwei Treffer nach Standardsituationen. Zahlen, die intern früh thematisiert wurden – und schließlich Konsequenzen nach sich zogen. „Wir haben Hannes damals die Chance gegeben, aus der Analystenrolle eine Co-Trainerrolle einzunehmen. Er war federführend verantwortlich für die Standardsituation. Wir haben im Winter das erste Mal sehr intensiv darüber gesprochen, dass wir bei den Standardsituation einfach zu schwach waren und versucht, mit Hannes gemeinsam die Stellschrauben zu drehen“, sagte Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler.
Der Versuch, nachzujustieren, blieb jedoch ohne den erhofften Effekt. „Es hat leider nicht zu einer Besserung geführt. Dann haben wir uns zu diesem Wechsel entschieden.“ Ein klarer Schnitt – der offenbar schnell Wirkung gezeigt hat.
FC zuletzt wieder stabiler – und gefährlicher
Denn zuletzt präsentierte sich der FC in genau diesem Bereich stabiler. „Man muss auch sagen, dass die Stellschrauben, die wir gedreht haben, in den letzten Wochen sicherlich die richtigen waren. Ich finde, dass wir sowohl defensiv stabiler sind, jetzt aber auch offensiv in der Lage waren, Tore zu erzielen“, erklärte Kessler. Gegen den Hamburger SV erzielte der FC genau wie im Derby gegen Borussia Mönchengladbach den wichtigen Ausgleich nach einer Ecke.
Eine Entwicklung, die die Verantwortlichen in ihrer Entscheidung bestätigt. Für Dold bedeutet das: keine Rückkehr auf den Trainingsplatz. Seine Zukunft beim FC liegt weiterhin abseits der Seitenlinie. Der 33-Jährige ist nach wie vor im Verein tätig, kümmert sich inzwischen um die verliehenen Spieler, hält Kontakt, verfolgt deren Entwicklung. Eine neue Aufgabe, wenn auch nicht mehr die, für die er im Sommer noch vorgesehen war. Der FC hat die Stellschraube gedreht. Und lässt sie auch jetzt in dieser Position.








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