Mit doppeltem Rückkaufsrecht: Bayern-Talent vor festem Transfer zum FC

Felipe Chavez. (Foto: IMAGO / STEINSIEK.CH)
Felipe Chavez. (Foto: IMAGO / STEINSIEK.CH)

Der 1. FC Köln plant offenbar, seine Kaufoption für Felipe Chavez zu ziehen. Der FC Bayern München soll sich für sein bislang nur ausgeliehenes Talent jedoch ein doppeltes Rückkaufsrecht gesichert haben.

Erst gut eine Viertelstunde stand Felipe Chavez für den 1. FC Köln in der Bundesliga auf dem Rasen. Doch offenbar hat der Winter-Zugang bereits Eindruck bei den Verantwortlichen hinterlassen. Wie die Abendzeitung berichtet, werden die Geißböcke im Sommer ihre Kaufoption für das vom FC Bayern München zunächst ausgeliehene Mittelfeld-Talent ziehen.

Die Ablösesumme soll im mittleren einstelligen Millionenbereich liegen. Die Bayern wiederum besitzen für die Jahre 2027 und 2028 ein Rückkaufsrecht. Was einerseits dafür spricht, dass Chavez beim FC mit einem Vertrag bis 2029 ausgestattet wird – und andererseits dafür, dass der Rekordmeister in dem Deutsch-Peruaner ein riesiges Talent sieht.

Kessler sieht „optimale Rahmenbedingungen“

Letzteres gilt auch für Thomas Kessler. Chavez bringe „ein sehr interessantes Profil mit, hat beim FC Bayern eine hervorragende Ausbildung genossen und verfügt über hohe fußballerische Qualitäten“, erklärte der Kölner Sportchef nach der Verpflichtung am Deadline Day und versicherte: „Mit seinen Offensivfähigkeiten gibt er uns zusätzliche Variabilität im Mittelfeld.“

Kessler zeigte sich darüber hinaus, „überzeugt davon, dass wir ihm die optimalen Rahmenbedingungen bieten können, um sein Potenzial konsequent auszuschöpfen und sich sportlich weiterzuentwickeln“. Das Ziel sei es, Chavez „Schritt für Schritt an das Bundesliga-Niveau heranzuführen und ihm die Basis zu geben, sich dort dauerhaft zu etablieren“. Die Worte des FC-Geschäftsführers klangen bereits nach einer langfristigen gemeinsamen Planung.

Mehr Einsatzzeit im Endspurt?

Nach zwei Joker-Auftritten im Januar für die Bayern kam der 18-Jährige auch für den FC erst zweimal zum Einsatz. Gegen RB Leipzig wurde er in der 89. Minute eingewechselt, in Augsburg in der 78. Minute. Dass Lukas Kwasniok bislang noch wenig Verwendung für Chavez hatte, lag wohl auch daran, dass der FC seit seiner Verpflichtung vornehmlich auf Top-Teams traf, gegen die es für den Aufsteiger mehr um Körperlichkeit als fußballerische Klasse ging.

„Gegen die Besten müssen wir in allererster Linie mit Physis und kämpferischen Elementen dagegenhalten. Gegen Mannschaften auf Augenhöhe ist er mehr gefragt“, sagte der Trainer zuletzt und schwärmte über den 1,77 Meter großen Chavez: „Was ihn von vielen guten Fußballern unterscheidet, ist sein schlaues Verhalten, um den Ball zu bekommen. Er spielt einen Pass und ist dann weiterhin aktiv. So kann er trotz körperlicher Nachteile gegenüber großen Spielern auf Bundesliga-Niveau Akzente setzen.“ Und: „Dass er einen starken linken Fuß hat, das sieht auch ein Blinder mit einem Auge sofort.“

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