Kwasniok erklärt Kainz‘ Rolle zum Abschied – und hofft auf letzten Geniestreich

Florian Kainz mit FC-Trainer Lukas Kwasniok. (Foto: IMAGO / Sven Simon)
Florian Kainz mit FC-Trainer Lukas Kwasniok. (Foto: IMAGO / Sven Simon)

Florian Kainz hat seinen Abschied angekündigt. Trainer Lukas Kwasniok erklärt, wie der Österreicher dem 1. FC Köln in den letzten Monaten seiner Karriere helfen soll.

Es waren emotionale Worte, die Florian Kainz wählte, als er sich am Mittwochabend via Instagram an seine mehr als 55.000 Follower wandte, um sein Karriereende anzukündigen. Unter seinem Abschiedspost wiederholte sich anschließend vor allem ein Wort: Legende. Aktuelle und ehemalige Teamkollegen huldigten dem früheren Kapitän und dienstältesten Profi des 1. FC Köln.

Ob Jan Thielmann („Nur Liebe für dich“), Marvin Schwäbe („Als Sportler und Mensch ein absolutes Vorbild“) oder Mark Uth („Du kannst stolz auf deine Karriere sein“) – zahlreiche Weggefährten aus Kainz‘ siebeneinhalb Jahren am Geißbockheim meldeten sich zu Wort. Mit seinen mehr als 200 Pflichtspielen für den FC hat der Österreicher zweifellos Spuren hinterlassen.

Nur eine Einwechslung in 13 Spielen

Nur elf dieser Partien bestritt er unter Lukas Kwasniok. Zu Saisonbeginn sah der FC-Trainer in dem 28-fachen Nationalspieler noch einen wichtigen Impulsgeber für die Schlussphase. An den ersten 13 Spieltagen kam Kainz zehnmal zum Einsatz, zweimal sogar von Beginn an. Der technisch versierte Mittelfeldakteur sei noch ein gutes Stück davon entfernt, „Beachfußball an der Copacabana zu spielen“, scherzte Kwasniok im Herbst.

Doch im Laufe der Saison hatte er immer weniger Verwendung für den Routinier. In den letzten 13 Spielen wurde Kainz lediglich einmal, beim 1:3 in Stuttgart, eingewechselt – fünfmal schaffte er es gar nicht in den Kader. Womöglich auch mit Bezug auf seine geringen Einsatzzeiten merkte Kainz in seinem Abschiedspost an, er werde bei der Mission Klassenerhalt nun „im Rahmen meiner Möglichkeiten“ helfen.

Wer weiß, vielleicht zirkelt er noch mal einen Freistoß rein.

Lukas Kwasniok

Kwasniok umreißt diesen Rahmen wie folgt: „Für ihn wird sich nichts verändern. Die Dinge, die er in den letzten Wochen für die Mannschaft und den Verein getan hat, wird er weiterhin tun – seine Erfahrung weitergeben.“ Die Spielzeit mag nachgelassen haben, doch in der Kabine ist Kainz für den Trainer nach wie vor ein entscheidender Faktor.

Kainz hilft mit Souveränität und Leichtigkeit

„Mit einem gewissen Alter kommt einem eine gewisse Souveränität zu Hilfe, die strahlt er aus“, sagt Kwasniok und nimmt beim 33-Jährigen auf der Zielgeraden der Karriere auch „eine Leichtigkeit“ wahr, Kainz gehe mit Freude in die Trainingseinheiten. „Das hilft ihm und das hilft der Mannschaft“, meint der Chefcoach und hofft insgeheim, dass in seiner Nummer elf auch noch ein letzter Geniestreich steckt: „Wer weiß, vielleicht zirkelt er noch mal einen Freistoß rein.“ So wie gegen den HSV in der Hinrunde.

Überrascht war Kwasniok vom Karriereende nicht, Kainz hatte ihn ins Vertrauen gezogen und das Gespräch gesucht. „Das ist keine Entscheidung, die er in den letzten drei Tagen getroffen hat. Mit dem Gedanken hat er schon länger gespielt, wir haben uns darüber ausgetauscht.“ Dass man dem langjährigen FC-Profi zum Abschied den Klassenerhalt schenken will, stehe natürlich außer Frage. Vielleicht hilft ein Freistoß, wer weiß.

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