Punktgleich mit Platz 16! Nur noch Torverhältnis hält FC über dem Strich

Enttäuschung bei Eric Martel und Jakub Kaminski. (Foto: Bucco)
Enttäuschung bei Eric Martel und Jakub Kaminski. (Foto: Bucco)

Die Situation hat sich noch einmal verschärft: Nach der 1:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund und den Ergebnissen von Sonntag trennen den 1. FC Köln nur noch neun Tore vom Relegationsplatz. Die Geißböcke sind nun punktgleich mit dem dort rangierenden FC St. Pauli.

Der Tabellenkeller ist erneut nähergerückt. Da sich der FC St. Pauli am Sonntag ein 0:0 gegen Eintracht Frankfurt erkämpfte und Werder Bremen anschließend nach 70-minütiger Überzahl mit 4:1 bei Union Berlin triumphierte, hat sich das einst so komfortable Polster des 1. FC Köln endgültig in Luft aufgelöst.

Im Herbst betrug der Vorsprung auf den Relegationsrang acht Punkte – nun sind es: null. Seit Sonntag ist die Mannschaft von Lukas Kwasniok als Tabellen-14. erstmals punktgleich mit Platz 16, wo aktuell St. Pauli steht. Lediglich das Torverhältnis hält den FC noch über dem bedrohlichen Strich.

Krauß: „Nichts verloren“

„Wir brauchen jetzt Punkte, das ist ganz klar“, hatte Tom Krauß schon am Samstagabend nach dem unglücklichen 1:2 gegen Borussia Dortmund betont. Nach den Erfolgserlebnissen von St. Pauli und Bremen ist die Lage nun noch bedrohlicher. Krauß forderte: „Wir müssen bei uns bleiben. Die Tabellensituation ist klar, es ist weiter sehr eng. Wir dürfen uns nicht von anderen Sachen beeinflussen lassen.“

Zwei Tage lang könne man „die Köpfe unten haben“, dann müsse der volle Fokus dem Auswärtsspiel beim HSV gelten. „Es ist nichts verloren, wir sind immer noch über dem Strich. Wenn wir nicht punkten, geht es natürlich in die andere Richtung“, so der Mittelfeld-Anführer. Gegenüber St. Pauli hat der FC ein um acht Treffer besseres Torverhältnis, zudem mehr Treffer erzielt – es sind also noch genau neun Tore, die Köln vom Relegationsrang trennen.

Ich bin absolut überzeugt davon, dass wir das Ding drehen – auch wenn der eine oder andere das vielleicht nicht mehr hören will oder kann.

Lukas Kwasniok

Dass sich die Lage zugespitzt hat, sei „völlig normal, wenn du in den letzten Wochen nicht so viel ins Punkten gekommen bist“, sagte Thomas Kessler nach der vierten Niederlage aus den vergangenen fünf Spielen. Der FC-Sportboss versicherte: „Wir schauen auf die Tabelle und wissen, dass wir punkten müssen, wenn wir die Klasse halten wollen – wir haben nie etwas anderes behauptet. Das ist unser Ziel und wir werden nächste Woche die Chance haben, unsere gute Leistung auch wieder mit drei Punkten zu belohnen.“

Trotz des engagierten Auftritts gegen den BVB wird das alles andere als ein Selbstläufer. Der HSV hat nur ein einziges der letzten acht Spiele verloren. „Die Bundesliga ist jede Woche gefährlich. Es ist nie einfach, ein Spiel zu gewinnen, du musst viel investieren“, so Kessler, der dennoch wenig überraschend Ergebnisse fordert.

Der Vorsprung auf Platz 17 bleibt derweil bei vier Punkten. Dort hält sich nach wie vor der VfL Wolfsburg auf. Ab sofort mit neuem Trainer: Dieter Hecking hat am Sonntag für den entlassenen Daniel Bauer übernommen und soll für eine Aufholjagd sorgen.

Kwasniok: Mannschaft und Trainer „unverwüstlich“

Kapitän Marvin Schwäbe unterstrich indes, dass es für den FC in den Duellen mit Hamburg und Gladbach keine Ausreden mehr gibt: „Wir stecken da unten drin und wollen uns rausarbeiten. Jetzt kommen in den nächsten Wochen Spiele gegen Mannschaften auf Augenhöhe, die wir gewinnen müssen. Wir dürfen uns nicht rausreden, wir hätten gerne ein paar Punkte und Tore mehr.“

Gelingt die Wende nicht, wird es für Lukas Kwasniok in der Länderspielpause äußerst eng. Der Trainer gab sich am Samstag jedoch nach wie vor selbstsicher: „Wir werden in Hamburg und gegen Gladbach genau das gleiche Gesicht wie gegen Dortmund zeigen. Und dann bin ich absolut überzeugt davon, dass wir das Ding drehen – auch wenn der eine oder andere das vielleicht nicht mehr hören will oder kann.“ Die Mannschaft sei „unverwüstlich“, erklärte Kwasniok auf dem Pressekonferenz-Podium, und „der Dicke dort vorne auch“.

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