Der Deckel ist drauf: Durch einen 4:0-Erfolg gegen den Hamburger SV haben sich die A-Junioren des 1. FC Köln vorzeitig den Einzug in das Achtelfinale um die Deutsche Meisterschaft gesichert. Die Geißböcke haben so alle Chancen, ihren Titel erfolgreich zu verteidigen.
Es schien, als wollten die Talente des 1. FC Köln das Halbfinal-Aus im DFB-Pokal schnellstmöglich vergessen machen. Eine Woche nach der Niederlage beim VfL Wolfsburg wurde der Nachwuchs des Hamburger SV am Sonntagmittag in der Meisterschaft mit einer 0:4-Niederlage auf die Heimreise geschickt. Insbesondere in der ersten Halbzeit brannten die Spieler von Trainer Stefan Ruthenbeck ein wahres Feuerwerk ab – voller Spielfreude in der Offensive und Kompromisslosigkeit in der Defensive.
Starke erste Halbzeit zieht HSV den Zahn
„Wir haben den Gegner in den ersten 45 Minuten ganz stark bespielt. Da waren die Jungs richtig gut drauf. Zum Ende der ersten Halbzeit war es dann final nicht mehr ganz so sauber, sonst hätten wir noch höher führen können“, zeigte sich Ruthenbeck mit dem Auftritt sehr zufrieden und hatte auch Verständnis dafür, dass die Intensität im zweiten Durchgang etwas nachließ.
„In der zweiten Halbzeit haben wir früh gewechselt und natürlich waren wir dann nicht mehr so in den Abläufen. Aber das hat nichts mit den Einwechselspielern zu tun, sondern mit den Veränderungen im gesamten Gefüge. Und die Jungs aus der U17, die heute ihr Debut bei uns gegeben haben, haben das gut gemacht“, so der 53-Jährige.
Vorzeitige Qualifikation für die K.o.-Runde
Durch den nie gefährdeten Heimspielerfolg vor 550 Fans im Franz-Kremer-Stadion ist den FC-Talenten der Einzug in die Runde der letzten 16 besten Teams auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen – und das bereits drei Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde.
Dennoch gilt es in den verbleibenden drei Spielen gegen Ulm, Cottbus und Stuttgart, einen der ersten beiden Plätze in der Tabelle zu behaupten, um den vermeintlichen Schwergewichten der anderen Clubs aus dem Weg zu gehen: Der nächste Gegner würde aus dem Topf der Dritt- und Viertplatzierten der anderen Hauptrundengruppen kommen. Zudem hätten die Geißböcke im Achtel- und Viertelfinale in jedem Fall ein Heimspiel.
„Das ist unser Auftrag“
Deshalb wird die U19 auch in den kommenden Spielen engagiert auf Sieg spielen und nicht allzu viel testen. Dennoch wird Ruthenbeck auch in den nächsten Wochen nicht immer auf alle Spieler des Kaders zurückgreifen können. „Wir werden immer wieder Jungs an die U21 abgeben, oder auch Abstellen, wenn René Wagner bei den Profis Bedarf hat. Das ist einfach unser Auftrag in der Ausbildung“, so Ruthenbeck.
Trotzdem: Wenn die Spieler, die gegen den HSV in der ersten Halbzeit auf dem Platz standen und zu überzeugen wussten, auch in den nächsten Wochen abliefern, dürfte der FC nur schwer vom ersten Platz zu verdrängen sein.







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