„Alles dagegenhalten“: Hier sieht Wagner Leverkusens Schwäche

René Wagner mit seinem Co-Trainer Armin Reutershahn. (Foto: Bucco)
René Wagner mit seinem Co-Trainer Armin Reutershahn. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln trifft mit Bayer Leverkusen am Samstag auf einen Gegner, der unter der Woche im DFB-Pokal gefordert war und im Rennen um die Champions League unter Druck steht. Für FC-Trainer René Wagner ist das jedoch nur ein Faktor unter vielen.

Nach intensiver Analyse hat René Wagner eine klare Idee entwickelt, wie seine Mannschaft dem vermeintlichen Favoriten von der anderen Rheinseite begegnen soll. Einen zentralen Ansatzpunkt sieht Wagner dabei im Spiel gegen den Ball. „Ich glaube, dass Leverkusen mit Intensitäten Probleme haben kann“, erklärte der Trainer die mutmaßliche Schwachstelle und fordert von seinem Team genau das: Mut, Aggressivität und den Willen, den Gegner früh zu stören. „Wir müssen mutig sein, zu Hause im eigenen Stadion die richtigen Mittel wählen und ihnen wehtun.“

Dabei soll der FC nicht nur reagieren, sondern auch selbst aktiv das Spiel gestalten. Wagner wünscht sich Phasen mit Ballbesitz, in denen seine Mannschaft die Kontrolle übernimmt und Leverkusen zum Laufen zwingt. „Wir wollen auch den Ball mal behalten und die Wege groß machen, damit sie irgendwann keine Lust mehr haben, hinterherzulaufen. Dann müssen wir die Räume nutzen.“

Mehr Herz zeigen als Leverkusen

Dass diese Aufgabe anspruchsvoll wird, ist dem FC-Coach bewusst. Leverkusen verfüge über enorme fußballerische Qualität und viele spielstarke Akteure. Gleichzeitig habe das Pokalspiel am Mittwochabend gegen den FC Bayern gezeigt, dass die Werkself auch defensiv sehr stabil auftreten kann. „Sie haben Herz, sie arbeiten als Truppe zusammen“, so Wagner. Umso klarer ist die Forderung an sein eigenes Team: „Für uns geht es darum, dass wir mehr Herz zeigen, noch aggressiver gegen den Ball sind und ihnen ihre Qualität nehmen – und das ist mit dem Ball. Dann müssen wir alles dagegenhalten, was wir können.“

Ob die intensiven 90 Minuten unter der Woche ein Vorteil für den FC sein kann, bewertet Wagner zurückhaltend. „Ich glaube, ein Spiel unter der Woche ist für den Gegner immer kein Vorteil. Dann sollte es schon ein Vorteil für uns sein“, sagte der 37-Jährige, schränkte aber zugleich ein: „Die Jungs in Leverkusen sind es gewohnt, auch unter der Woche Fußball zu spielen.“

„Eins kann ich vorwegnehmen: Wir sind nicht die Bayern“

Deshalb richtet sich der Fokus klar auf die eigene Leistung. „Wir schauen erstmal nur auf uns und gucken, dass wir von Anfang an Energie auf den Platz bekommen, um dann vielleicht den minimalen Vorteil zu nutzen.“ Einen Vergleich mit den Bayern zieht Wagner bewusst nicht – sich mit dem frisch gebackenen Deutschen Meister zu vergleichen, wäre aus FC-Sicht ohnehin vermessen. „Eins kann ich vorwegnehmen: Wir sind nicht die Bayern.“ Stattdessen setzt der FC auf einen eigenen Plan, basierend auf Analyse und klarer Idee. „Wir haben uns das Spiel angeschaut und gucken, wo wir den Leverkusenern wehtun können.“

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