Verschnaufpause im Abstiegskampf: Vor den finalen vier Bundesliga-Spieltagen dieser Saison dürfen die Profis des 1. FC Köln ein letztes Mal durchatmen. René Wagner hat der Mannschaft nach dem 1:1 beim FC St. Pauli ein verlängertes Wochenende gegönnt.
Zu Gast beim Tabellen-16. – diese Konstellation sorgte am Freitagabend dafür, dass für den 1. FC Köln im Millerntor-Stadion reichlich Druck auf dem Kessel war. Schließlich wäre der gerade gewonnene Vorsprung auf St. Pauli bei einer Niederlage umgehend wieder futsch gewesen. Das Polster auf den Relegationsrang wäre auf zwei Punkte zusammengeschmolzen.
Nachdem Luca Waldschmidt von Elfmeterpunkt das 1:1 erzielt hatte und damit das Mindestziel erreicht war, durfte sich jedoch auch Erleichterung breitmachen. Die Tabellenkonstellation ließ es zu, dass der FC bereits am Freitagabend wusste, noch bevor ein weiterer Konkurrent gespielt hatte, dass der Vorsprung auf die Abstiegszone weiterhin fünf Punkte betragen wird.
Derby-Vorbereitung startet am Dienstag
So konnte René Wagner seiner Mannschaft guten Gewissens eine im Abstiegskampf seltene Verschnaufpause verordnen – der FC-Trainer schickte seine Spieler in ein freies, verlängertes Wochenende. Aus Hamburg durfte individuell abgereist werden, die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Bayer Leverkusen startet am Dienstag, 11 Uhr.
Natürlich auch durch den Spielplan bedingt, legen die FC-Profis die längste Pause seit dem Trainerwechsel ein. In der Länderspielpause, als er Lukas Kwasniok als Chefcoach abgelöst hatte, hatte Wagner der Mannschaft lediglich ein freies Wochenende gegönnt.
„Wir haben wiederholt ein Spiel nicht verloren, haben den Abstand auf fünf Punkte gehalten“, stellte Thomas Kessler am Freitagabend zufrieden fest und ordnete die Lage ein: „St. Pauli und wir haben beide noch vier Spiele und wir sind fünf Punkte vor. Das ist schon eine gute Situation für uns.“ Auch der FC-Geschäftsführer freute sich „total darauf, am Wochenende mal durchzuatmen“, blickte aber dennoch bereits schmunzelnd voraus: „Dann geht es gegen unseren geliebten Rivalen aus Leverkusen.“
Schwäbes deutliche Kritik
Arbeit wartet auf den FC vor dem Nachbarschaftsduell am Samstagnachmittag dennoch, das machte Marvin Schwäbe bei aller Erleichterung über die abgewendete Niederlage deutlich: „Die zweite Halbzeit war alles andere als gut, da brauchen wir uns nicht in die Tasche lügen. Wir müssen das auf jeden Fall analysieren.“
Der Kapitän wurde im vereinseigenen Interview deutlich: „Das war mit die schwächste Halbzeit, die ich gesehen habe. Wir waren in der gegnerischen Hälfte, haben aber keine Abnehmer gefunden. Wir haben die Paulianer vor wenig Herausforderungen gestellt und waren ein Stück weit unsicher. Das war, was mir nicht so gefallen hat.“ Und das gilt es, ab Dienstag ausgeruht aufzuarbeiten.







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