Auf den 1. FC Köln wartet wohl erneut ein Sommer mit vielen Transferbewegungen. Nationalspieler Robin Gosens hält die Geißböcke für „sehr verlockend“. Die Worte des gebürtigen Rheinländers klingen beinahe nach einer Bewerbung.
Vor dem 1. FC Köln liegt einer der spannendsten Transfer-Sommer der Vereinshistorie. Der Club ist gesund, ohne strukturelles Defizit können Einnahmen aus Spielerverkäufen umgehend wieder in die Mannschaft gesteckt werden. Und genau in dieser Situation winkt durch Said El Mala eine Rekordablöse.
Sollte der Top-Scorer den Verein tatsächlich wie erwartet verlassen und die kolportierten 40 bis 50 Millionen Euro in die FC-Kasse spülen, hätte Sportchef Thomas Kessler reichlich Gestaltungsspielraum – auch wenn 15 bis 20 Millionen Euro für die festen Verpflichtungen der bislang ausgeliehenen Spieler Jakub Kaminski, Tom Krauß, Jahmai Simpson-Pusey und Cenk Özkacar draufgehen werden.
Gosens: „Viele Argumente“ sprechen für den 1. FC Köln
Folgt man Robin Gosens, wird Kessler bei der Suche nach neuen Spielern auf offenes Gehör stoßen. „Das ist ein Verein, der aus Spielersicht sehr verlockend ist. Sie haben schon viele Argumente auf ihrer Seite“, sagt der 24-fache Nationalspieler im Podcast Copa TS über den FC und zählt auf: „Einfach eine unglaubliche Stadt, dann diese Fanbase und dieses Stadion.“
Gosens zeigt sich „sehr gespannt“, wie sich die Geißböcke entwickeln und geht „klar davon aus, dass sie es schaffen, den Klassenerhalt zu feiern“. In einem möglichen Verkauf von El Mala sieht er eine Chance: „Man kann mit viel Geld, das da eventuell reinkommt, sehr viel Gutes machen und den nächsten Schritt gehen.“ Der 31-Jährige warnt aber auch: „Du kannst Geld auch in den Sand setzen.“
Wäre Gosens selbst jemand für den 1. FC Köln?
Seine Worte über die Attraktivität des FC waren wohl lediglich als Experteneinschätzung gemeint, klangen jedoch fast schon nach einer Initiativbewerbung für einen Transfer ans Geißbockheim. Und wer weiß: Als Linksverteidiger, der sowohl in der Viererkette als auch auf der Schiene neben einer Dreierkette spielen kann, füllt Gosens eine Position aus, auf der bei den Kölnern durchaus Handlungsbedarf herrscht.
Bei der AC Florenz steht der gebürtige Emmericher, der am Montagabend beim 1:1 in Lecce früh verletzungsbedingt ausgewechselt wurde, noch bis 2028 unter Vertrag. Die aktuelle Saison, in der die Fiorentina lange Zeit auf einem Abstiegsplatz zu finden war, verlief enttäuschend. Im Sommer könnte also ein Umbruch folgen. In der Bundesliga spielte Gosens bislang lediglich für Union Berlin, wäre mit den Eisernen beinahe abgestiegen – er dürfte in seinem Heimatland noch eine Rechnung offen haben.
In Köln würden sich der Routinier und seine Familie womöglich wohler fühlen als in Berlin, Gosens‘ Frau Rabea ist ebenfalls gebürtige Rheinländerin. Ob das Ganze finanziell zusammenpassen würde, stünde natürlich auf einem anderen Blatt. Doch falls Thomas Kessler den Spieler interessant finden sollte, hätte er angesichts der warmen Worte über den FC eine Grundlage, sich zu melden.








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