Der 1. FC Köln konnte sich für eine starke Leistung gegen Bayer 04 Leverkusen nicht belohnen. Aber die Konkurrenz tat den Geißböcken den Gefallen und trat auf der Stelle. Der Klassenerhalt wird immer wahrscheinlicher.
Es war die spielerisch mit Abstand beste Partie unter Interimstrainer René Wagner. Trotzdem stand der 1. FC Köln am Ende mit leeren Händen da. Das hätte richtig bitter werden können, wenn der FC St. Pauli in Heidenheim oder der VfL Wolfsburg gegen Borussia Mönchengladbach gewonnen hätte. Doch Pauli ließ beim Schlusslicht FC Heidenheim (0:2) Federn und die Nullnummer im anderen Spiel dürfte aus Kölner Sicht das Wunschergebnis gewesen sein.
„Wir haben jetzt ein Spiel weniger und der Abstand ist gleichgeblieben, von daher hilft uns das natürlich weiter”, freute sich Trainer René Wagner. Für Luca Waldschmidt war die Tatsache, dass „die hinter uns verloren haben, vielleicht unser Trostpreis. Am Ende muss der Fokus aber weiter bei uns liegen. So müssen wir die letzten drei Spiele angehen, um es aus eigener Kraft zu packen.“
Martel: „Wir haben es weiter in der eigenen Hand“
Der mutige Auftritt gegen ein Spitzenteam wie Bayer Leverkusen lässt die Brust vor den beiden entscheidenden Duellen breiter werden, in denen die Kölner selbst die nötigen Punkte für den Klassenerhalt sammeln wollen, statt nur auf Ausrutscher der Konkurrenz zu hoffen. Eric Martel ist überzeugt, dass das Ziel zum Greifen nah ist: „Die Zuversicht ist weiterhin sehr groß. Wir haben es mit Union und Heidenheim in der Hand. Da schauen wir, dass wir dort die Punkte holen.“
Geburtstagskind Marvin Schwäbe betonte am Samstag, dass man sich nicht über die anderen Plätze informieren ließ. Man konnte ohnehin nur das Geschehen auf dem Rasen des RheinEnergieStadions beeinflussen: „Wir wussten nicht, wie es auf den anderen Plätzen stand. Was haben wir denn?“ Der Kapitän erfuhr erst in der Mixed Zone von den Ergebnissen. „Ah, das ist doch gut. Wir waren komplett im Fokus. Wir haben es allein in der Hand und schauen uns erst danach an, was die anderen gemacht haben.“
So geht es im Abstiegskampf weiter
Und das war nicht viel. Das Restprogramm spricht deutlich dafür, dass der 1. FC Köln gegen Union Berlin (A), Heidenheim (H) und Bayern München (A) den fünf Punkte entfernten FC St. Pauli, der noch auf den SC Freiburg (H), RB Leipzig (A) und VfL Wolfsburg (H) trifft, weiterhin auf Distanz halten kann. Der Tabellenvorletzte VfL Wolfsburg muss derweil noch nach Freiburg, bevor die Bayern kommen und der abschließende Showdown am Millerntor wartet.
Aufgrund des direkten Duells fehlt dem FC nur noch ein Punkt, um den direkten Abstieg definitiv zu vermeiden. Vier Punkte würden aufgrund des guten Torverhältnisses definitiv reichen, um auch nicht auf dem Relegationsplatz zu landen. Die Rettung wäre dann kein Trostpreis, sondern der Hauptgewinn.







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