„Definitiv ein spannender Spieler“: Warum Brighton öffentlich um El Mala wirbt

Fabian Hürzeler wechselte 2024 von St. Pauli zu Brighton. (Foto: IMAGO / IPS)
Fabian Hürzeler wechselte 2024 von St. Pauli zu Brighton. (Foto: IMAGO / IPS)

Brighton & Hove Albion ist an Said El Mala vom 1. FC Köln interessiert. Jetzt spricht sogar Fabian Hürzeler, Trainer des Premier-League-Teams,über den 19-Jährigen. Warum die Engländer den Weg in die Öffentlichkeit suchen.

Said El Mala soll den 1. FC Köln mit seinen Toren und Vorlagen vor dem Abstieg retten. Dann dürfte der Angreifer die Geißböcke verlassen. Thomas Kessler hat zwar bestätigt, dass es für den Youngster keine finanzielle Schmerzgrenze gebe. Doch intern bereitet man sich längst auf den Abgang des 19-Jährigen vor.

Vor allem Brighton buhlt seit Wochen um El Mala. Zunächst noch im Hintergrund, inzwischen öffentlich. In dieser Woche äußerte sich sogar Fabian Hürzeler: „Er ist definitiv ein guter Spieler, ein spannender Spieler – aber am Ende ist er ein Spieler vom 1. FC Köln“, sagte der Brighton-Coach bei Sky Sport. „Sie kämpfen gerade um den Klassenerhalt und deshalb finde ich es wichtig, das zu respektieren.“

Schnelle Einigung im März ist misslungen

Hürzeler deutete dann aber trotzdem an, dass er sehr wohl hoffe, dass El Mala an die englische Südküste wechseln wird. „Er ist kein Spieler von uns. Falls er ein Spieler von uns werden sollte, werde ich mich mit diesen Dingen dann auch auseinandersetzen.“ Seit einem Jahr buhlen die Seagulls bereits um El Mala und seinen Bruder Malek. Warum nun aber der Weg an die Öffentlichkeit?

Weil Brighton die Zeit davon läuft. Die Engländer wissen, dass El Mala eines der gefragtesten Offensivtalente im europäischen Transfersommer 2026 sein wird. Dabei gehören die Blau-Weißen aber nicht zu den zahlungskräftigsten Clubs und wollten daher eigentlich im März in der Länderspielpause den Deal weitgehend unter Dach und Fach bringen. Das ist misslungen.

Dann wäre Brighton raus aus den Verhandlungen

Nun versuchen die Briten medial den Druck auf den FC zu erhöhen. Brighton lässt medial inzwischen deutlich wissen, dass man nicht bereit ist über 40 Millionen Euro Sockelablöse zu zahlen. Deutlich zu wenig für FC-Sportchef Kessler. Dieser weiß: Die Geißböcke sitzen am längeren Hebel, müssen aber auch den Kader planen, sobald die Liga feststeht. Und genau vor dieser Liga-Entscheidung hätte Brighton am liebsten schon alles in trockenen Tüchern, während andere Clubs genau auf diesen Zeitpunkt warten, um bei El Mala all-in zu gehen.

Früh dran sein, um den Preis niedriger zu halten, scheint den Engländern im Fall des Kölner Juwels aber nicht zu gelingen. Die Geißböcke hingegen wissen: Einzig ein Abstieg könnte die Ablöseverhandlungen noch einmal schwieriger gestalten. Andernfalls würde jedes weitere Tor, jede weitere Vorlage und im allerbesten Fall eine Nominierung für die WM 2026 den Preis nur noch zusätzlich in die Höhe schnellen lassen. Brighton wäre dann wohl raus aus den Verhandlungen.

Macht ROGON den Spieler teurer?

Derweil scheint es auch die Familie El Mala ruhiger angehen zu lassen und sich stattdessen erst einmal neu beraten zu lassen. Der GEISSBLOG hatte bereits Ende März berichtet, dass die Agentur ROGON um Spielerberater Roger Wittmann versucht, bei den El Malas einen Fuß in die Tür zu bekommen. Die lange Zeit (wegen Katterbach, Diehl und Lemperle) beim FC unerwünschte Agentur buhlt weiter um den 19-Jährigen. Sollte sich die Familie tatsächlich mit ROGON einig werden, könnte auch diese Veränderung die Positionen verändern – und für den aufnehmenden Club teurer machen.

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