Die Saison neigt sich dem Ende zu und Eric Martels Zukunft ist weiterhin ungeklärt. Thomas Kessler brachte nun immerhin etwas Licht ins Dunkel – und deutete womöglich eine Vertragsverlängerung beim 1. FC Köln an.
Die Frage, wie es für Eric Martel ab Juli 2026 weitergeht, begleitet den 1. FC Köln nun schon durch die komplette Saison. Der Leistungsträger der Geißböcke ging mit einem auslaufenden Vertrag in die Spielzeit – ein Szenario, das die Verantwortlichen nach einigen schmerzhaften Verlusten in der Vergangenheit eigentlich vermeiden wollten.
Dass Martels Zukunft auch Mitte/Ende April nicht geklärt sein würde, hatte aber wohl niemand gedacht. Der Sechser wollte „die Hinrunde abwarten und schauen, wie sich das Ganze hier entwickelt“, so seine Ankündigung im Sommer-Trainingslager. Nun aber hat Martel beinahe die komplette Saison abgewartet.
Gerüchte, aber nicht die richtigen Interessenten?
„Wir sind in Gesprächen und das auch schon seit langer Zeit“, erklärte Thomas Kessler am Freitagabend am Rande des Auswärtsspiels bei St. Pauli gegenüber Sky und erinnerte noch mal: „Wir haben mit Eric schon im Sommer gesprochen. Er hat damals klar den Wunsch definiert, dass er sich die Entwicklung anschauen will.“
In den vergangenen Monaten ploppten immer wieder zarte Gerüchte auf. Martel wurde mit der AC Florenz, Celtic Glasgow, Besiktas Istanbul sowie auch mit dem SC Freiburg und dem VfB Stuttgart in Verbindung gebracht.
Wir wollen alle in der Bundesliga spielen – auch Eric möchte in der kommenden Saison Bundesliga spielen.
Thomas Kessler
Kessler ließ nun durchblicken, dass der 23-Jährige offenbar keinen Wechsel ins Ausland anstrebt: „Jetzt sind wir in einer brutal heißen Phase. Wir wollen alle in der Bundesliga spielen – auch Eric möchte in der kommenden Saison Bundesliga spielen.“
Das klingt nicht, als würde sich Martel für Florenz, Glasgow oder Istanbul interessieren. Und würden ihm Offerten von ambitionierteren deutschen Erstligisten vorliegen, hätte er seit dem 1. Januar überall unterschreiben können. Somit ist es gut möglich, dass Kessler mit den Worten zu Martels Wunsch, Bundesliga zu spielen, eine Verlängerung beim FC für den Fall des Klassenerhalts angedeutet hat.
Kessler führt „im Hintergrund Gespräche“
Dass sich der frühere Kapitän der U21-Nationalmannschaft nach einem möglichen nächsten Schritt umsieht, ist dabei ebenso verständlich wie der Umstand, dass er sich nicht zum FC bekennt, bevor die Liga-Zugehörigkeit des Vereins feststeht – schließlich ist Martel schon einmal mit in die 2. Liga gegangen.
Genauso nachvollziehbar ist, dass der FC nicht den Drang verspürt, sich finanziell bis zum Äußersten zu strecken. Denn auch der grundsätzlich so verlässliche Martel unterlag in dieser Saison so einigen Formschwankungen. Da beide Seiten dennoch wissen, was sie aneinander haben, könnte eine Verlängerung nach einem langen Poker letztlich die beste Lösung sein.
Doch noch dauert dieser Poker an. „Für uns geht es primär darum, dass wir unsere aktuellen Aufgaben annehmen. Aber es ist ja klar, dass ich mit Erics Interessenvertretern im Hintergrund Gespräche führe“, so Kessler.








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