Kein Absteiger seit zehn Jahren: Dieser Wert verspricht die Rettung

Starkes Duo in der Offensive: Ragnar Ache und Said El Mala. (Foto: IMAGO / Uwe Kraft)
Starkes Duo in der Offensive: Ragnar Ache und Said El Mala. (Foto: IMAGO / Uwe Kraft)

Der 1. FC Köln hat nicht die Offensive eines Absteigers. 43 Tore sind den Geißböcken in 29 Partien gelungen – mit solch einem Wert ist vor zehn Jahren letztmals eine Mannschaft aus der Bundesliga abgestiegen.

Schaut man sich lediglich die Offensivreihen der Bundesliga an, würde man nicht auf die Idee kommen, dass der 1. FC Köln fünf Spieltage vor Schluss noch um den Klassenerhalt bangen muss. Die 43 Treffer der Geißböcke werden lediglich von den ersten sieben Mannschaften der Liga getoppt.

Zudem verfügt der FC mit Said El Mala (elf Tore) und Ragnar Ache (sieben Tore) über das sechstgefährlichste Sturmduo der 18 Teams. Lediglich die Münchner Harry Kane und Luis Diaz, die Stuttgarter Deniz Undav und Ermedin Demirovic, die Leipziger Christoph Baumgartner und Yan Diomande, die Dortmunder Serhou Guirassy und Maximilian Beier sowie die Hoffenheimer Andrej Kramaric und Fisnik Asllani waren gemeinsam noch erfolgreicher – sie befinden sich allesamt in ganz anderen Gefilden.

Schon jetzt mehr Tore als bei fünf FC-Abstiegen

Eigentlich verspricht schon allein die offensive Ausbeute die Kölner Rettung: Mit 43 Toren nach 29 Spieltagen ist seit zehn Jahren keine Mannschaft mehr abgestiegen. Damals hatte es den VfB Stuttgart erwischt, der am Saisonende 50-mal getroffen hatte und dennoch auf Platz 17 landete.

Bei seinen bisherigen sieben Abstiegen hatte der FC fünfmal deutlich weniger Treffer erzielt als die Mannschaft jetzt: 28 (2023), 35 (2018), 39 (2012), 32 (2004) und 26 (2002) – wohlgemerkt jeweils in der Endabrechnung. 1998 und 2006 waren den Geißböcken jeweils 49 Tore gelungen. Ein Wert, den die Kölner in den nächsten Wochen noch knacken dürften.

1. FC Köln unter Wagner torgefährlichste Mannschaft

Auffällig: In den ersten beiden Spielen unter René Wagner hatte der FC jeweils den höchsten xGoals-Wert aller Bundesligisten: 3,0 in Frankfurt, 4,4 gegen Bremen. Immerhin fünf Treffer sprangen in der Realität heraus. Unter Vorgänger Lukas Kwasniok glückte nur einmal – beim 4:1 gegen den HSV in zweifacher Überzahl – ein noch höherer Wert.

Wagner ließ zuletzt verstärkt am Spiel mit dem Ball arbeiten. „Es war in den letzten Wochen ein Thema, dass wir uns noch mehr in der gegnerischen Hälfte festsetzen wollen. Das haben wir gegen Bremen mit einem Mann mehr geschafft“, weiß der Trainer natürlich, dass Werders Rote Karte massiv geholfen hat. Wagner fordert: „Das gilt es, jetzt auch im Elf-gegen-Elf zu schaffen. Das sind Dinge, die wir mit nach Hamburg nehmen.“ Fortschritte im Offensivspiel und vor allem die nächsten Tore sollen folgen.

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

Willkommen im Kommentarbereich des GEISSBLOG!
Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
5 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertete